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Sonneborn führt Oettinger im EU-Parlament vor: „Können Sie die Frage bitte auf Englisch beantworten!“

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Der Satiriker und EU-Abgeordnete Martin Sonneborn (Die Partei) hat den designierten EU-Kommissar für digitale Wirtschaft, den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, zum so genannten "Recht auf Vergessen" befragt. Jenem umstrittenen EU-Vorstoß, nach dem Verweise auf Suchmaschinen auf Antrag entfernt werden müssen. Mittlerweile gibt es auch ein Video von Sonneborns Oettinger-Befragung.

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Sonneborn fragt Oettinger, wie er verhindern will, dass „folgende Informationen aus Versehen“ gelöscht werden. Dann folgt eine Auflistung von privaten Verfehlungen und peinlicher Verwicklungen („…dass sie mittelalterliche, schwäbische Inkunabeln verhökern wollten – was ist das überhaupt …“). Der Satiriker schließt seine Frage mit der Aufforderung an Oettinger, doch bitte auf Englisch zu antworten. Auch das eine kleine Boshaftigkeit. Vor vier Jahren hielt Oettinger als EU-Kommissar für Energie eine Rede in derart schlechtem Englisch, dass er sich damit tagelang zum Gespött der Medien machte.

Auf die Frage Sonneborns reagiert Oettinger allerdings recht souverän. Und immerhin erklärt er, was Inkunabeln sind: mittelalterliche Drucke.

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Alle Kommentare

  1. Wer führt hier bitte wen vor?? Oettingers Reaktion ist ultracool. Jede Wette, dass Sonneborn sich das anders vorgestellt hatte …

  2. Die Video mit Oettinger unbedingt anklicken. Sein hervorragendes
    Englisch ist wirklich was zum vergönnen.

  3. Sonneborn hätte noch erwähnen können, dass Oettinger und seine Partei-Genossen lange Zeit Gast bei dem Nobelrestaurant des italienischen Gastwirt Mario Lavorato Stammgäste waren, der als Mitglied des Farao N’Drangheta-Clans gilt. Als der mutmaßliche Mafiosi abgehört wurde, wurden dabei auch indirekt so einige Gespräche von Oettinger mitabgehört.

    Auch bei den Ermittlungen gegen Stefan Mappus im ENBW-Skandal, also dem Verkauf und verlustreichen Rückkauf von ENBW an EdF mit Hilfe von Morgan Stanley hat Oettinger natürlich auch seine Finger mit im Spiel gehabt, bzw. einiges mitbekommen.

    Man könnte auch einen Vergleich machen, was Oettinger und die CDU sagten vor Fukushima und danach.

    Ich finde es sehr traurig, wenn man sich die Vita von EU-Kommissaren anschaut, dass man immer wieder auf solche absolut korrupten Verbindungen stößt, bzw. kaum verschleierten Lobbyismus. Das scheint Grundvoraussetzung zu sein, dass man den Job überhaupt bekommt.

    Dass Oettinger jetzt Kommissar für digitale Internetwirtschaft geworden ist, obwohl er weder von Internet noch von der Hauptsprache des Internet, nämlich englisch, nichts versteht, ist der übliche Wahnsinn. Wie schon geschrieben, da spielen wohl andere Faktoren eine Rolle.

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