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Projekt Spiegel 3.0: Warten auf Büchners neue Variante

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Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner

Anders als am Montagmorgen kolportiert, hat Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner in der 11 Uhr-Konferenz offenbar doch keine neue Variante seines Konzeptes "Spiegel 3.0" vorgestellt. Zwar soll Geschäftsführer Ove Saffe neben Büchner anwesend gewesen sein, aber das sei es auch schon gewesen.

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Am Freitagabend hatte Büchner G+J-Chefin Julia Jäkel und Mitarbeiter KG-Mitgeschäftsführer Thomas Hass noch einmal sein Konzept vorgestellt. Was insofern verwunderlich war, als dass eigentlich mit Büchners Ablösung gerechnet wurde. Die gängige Lesart lautet: Büchner bleibt solange, bis ein Nachfolger gefunden ist. Und die Gesellschafter, vor allem G+J (und dahinter Bertelsmann) wollen das digitale Konzept für den Spiegel unbedingt durchsetzen. Mit einem neuen Mann an der Spitze ginge vermutlich das ganze Prozedere wieder von vorne los – an eine stärkere Verzahnung von Print und Online wäre zunächst nicht zu denken.

Wie Teilnehmer berichten, sei das offenbar nachgebesserte Zukunftskonzept in der Konferenz vom Chefredakteur mit keiner Silbe erwähnt worden, obwohl Büchner und Geschäftsführer Ove Saffe dieses am Freitag präsentiert und sich den inoffiziellen Segen der Gesellschafter abgeholt hatten. Viele Redakteure habe das befremdet, von einer „surrealen“ Stimmung war später die Rede. Auch bei der anschließenden Ressortleiter-Runde sparte der Chefredakteur das Thema Spiegel 3.0 aus. Damit ist unklar, wie und wann es in der Sache weitergeht – nur eins steht fest: Fortsetzung folgt.

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Alle Kommentare

  1. Diese ewige Verzahnungsdiskussion von Print und online halte ich für falsch !
    Online-Nachrichten sind flüchtig , keiner hat Lust, dafür zu bezahlen. Print ist WICHTIG und WERTIG und soll´s auch bleiben !!

  2. Der Kompromiss beim Chefredakteurfischen wird lauten: Jakob Augstein. Manche Altspiegler würden seine Halbschwester Franziska vielleicht vorziehen, aber dann würde Heribert Prantl stets um die Ecke lugen.
    Josef Augstein hat seinem Magazin, wie sich immer mehr erweist, mit der Mitarbeitergesellschsft einen Bärendienst erwiesen.
    Schade um das einstige „Montags-Must“.

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