Anzeige

S-Vibe: die neue spannende News-App der Stuttgarter Zeitung

Die neue App S-Vibe und der Online-Chef der Stuttgarter Zeitung Tobias Köhler
Die neue App S-Vibe und der Online-Chef der Stuttgarter Zeitung Tobias Köhler

Medienmacher in aller Welt denken darüber nach, wie man journalistische Inhalte so aufbereiten kann, dass sie jungen Zielgruppen gefallen. Die Stuttgarter Zeitung präsentiert nun ihre Idee zu dieser Frage: die neue Smartphone-App S-Vibe. Sie besticht durch eine simpelst-mögliche Navigation ohne Ressorts.

Anzeige
Anzeige

Wohl selten zuvor war die Bedienungsanleitung einer Nachrichten-App so schnell zu verstehen:

S-Vibe1S-Vibe2

Mehr braucht man nicht zu wissen. Die Startseite der neuen App, die ab sofort für iPhones und Android-Telefone erhältlich ist, zeigt alle Artikel untereinander. Möchte man einen Artikel lesen, schiebt man ihn nach links, interessiert er nicht, schiebt man ihn nach rechts und er verschwindet von der Startseite. Das Wegschieben der Geschichten allein verleiht der App schon eine gewisse Attraktivität, schließlich entledigt man sich damit den Stories, für die man sich nicht interessiert.

Anzeige

Für Tobias Köhler, Online-Chef der Stuttgarter Zeitung, standen bei der Entwicklung die Leute im Vordergrund, die keine Zeitungen oder Zeitungs-Websites konsumieren, sondern ihre Infos eher aus ihrer Facebook-Timeline beziehen. Thematisch konzentriert sich S-Vibe (übrigens ein Wortspiel aus „swipe“, dem wischen auf dem Smartphone, und den Vibes, die die App aus Stuttgart transportieren will) auf Informationen aus Stuttgart. Der potenziell jungen Zielgruppe angepasst geht es um Kultur, Lifestyle, Szene, den VfB Stuttgart, aber auch um Lokal-Politik, -Wirtschaft und Polizeimeldungen.

Welche Geschichten der Nutzer ganz oben in der App zu sehen kriegt, hängt dabei nicht von der Redaktion ab, sondern von der Aktualität der Story und der Popularität. Ein Algorithmus berechnet aus diesen beiden Faktoren die Reihenfolge. „Ich bin sehr gespannt, ob die User in „S-Vibe“ zu Szenegeschichten, VfB-News und Polizeimeldungen swipen – oder ob sie auch Interviews und etwas längere Stücke zu Stuttgart 21 lesen“, so Tobias Köhler in einem Interview mit kress.

Einen Tick spannender wäre die App wohl, wenn statt der Masse der einzelne User entscheiden würde, welche Geschichten ihm zuerst angeboten werden. Sprich: Liest der User viele Stories über lokale Politik, stehen die generell weit oben, schmeißt er Geschichten über den VfB immer raus, tauchen die nur ganz unten auf. Vielleicht ja eine Idee für weitere Updates. Ein interessanter Ansatz für eine junge, unkomplizierte News-App ist S-Vibe aber bereits jetzt definitiv.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ – Paul Watzlawick
    Und die Zeitungen hängen an ihrem „Hammer“, den sie „Qualitätscontent“ nennen. Und deswegen sieht am Ende jedes Angebot eben so aus, wie es aussieht. Content in allerlei Variationen. Ob das werthaltig ist und wirklich ökonomisch relevant interessiert niemanden.

  2. Dem letzten Absatz und der Kritik stimme ich nicht zu. Ich denke, das Schöne an einer Zeitung ist der Überraschungs-Effekt – dass man Dinge zu lesen bekommt, die man sonst im Internet nicht angeklickt hätte.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*