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„Käse-Geschichte ist Käse wie Quatsch“: Wie sich Felix Magath gegen englische Presseberichte wehrt

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Den Kampf um seinen Job als Trainer des FC Fulham hat Felix Magath verloren. Den um seine britische Medien-Ehre nimmt er jetzt erst auf. Mit Hilfe von Anwalt Ralf Höcker und einer Charmeoffensive im Social-Web geht der 61-Jährige jetzt gegen mehrere Londoner Zeitungen vor und stellt gleichzeitig klar: "Diese 'Käse-Geschichte' des Spielers Hangeland ist Käse wie Quatsch".

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Fest steht schon einmal, die Zeit des Trainers Felix Magath beim FC Fulham ähnelte mehr einer Katastrophe, als einer Erfolgsgeschichte. In 20 Spielen unter der Regie des deutschen Fußballlehrers gelangen den Londonern nur vier Siege. Dafür kassierten sie zwölf Niederlagen. Zudem wickelte der ehemalige Meistertrainer des FC Bayern und VfL Wolfsburg rekordverdächtige 44 Transfers ab.

Nach sechs Niederlagen in den ersten sieben Spielen der neuen Saison, wurde Magath schließlich entlassen und die Londoner Presse spottet seit dem genüsslich über den Ex-Trainer. Es brach gar ein wahrer Wettkampf aus, wer die obskurste Story über den Coach mit den  – bekanntermaßen – eigenwilligen Methoden zu bieten hat.

Die Sun nannte Magath einen „Kontroll-Freak“. Der Daily Mirror sprach von einer „Terror-Herrschaft“. Fast alle Blätter erzählten die Geschichte, dass der Coach Spieler in sein Büro bestellen würde, um sie dann minutenlang anzustarren, nur um zu sehen, ob sie blinzeln – eine Behauptung gegen die der Trainer nun per Abmahnung vorgehen will. „Das ist frei erfundener Blödsinn. Mein Mandant starrt keine Spieler an. Er schweigt sie auch nicht an, und er testet auch nicht, ob sie blinzeln. Wäre es nicht so traurig, dass ein solcher Unfug verbreitet wird, könnte man darüber lachen“, zitiert die dpa Magaths Medienanwalt Ralf Höcker.

Schon jetzt einen gewissen Kult-Charakter hat die Schnurre, die der Observer über den 61-Jährigen zu berichten weiß. So soll Magath angeordnet haben, dass Brede Hangeland eine Oberschenkelverletzung mit Hilfe eines Stückes Käse behandeln lassen sollte. Der Profi hätte für einen Nachmittag eine Scheibe Käse auf die verletzte Stelle pressen müssen.

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Via Facebook bezeichnete Magath die Story als „Käse“. “Ich würde doch einem Mediziner niemals vorschreiben, was er zu tun hat. Ich habe dem Spieler bei einer Entzündung im Knie lediglich geraten, es zusätzlich mit dem alten Hausrezept Quark zu versuchen. Leider wird die falsche Darstellung Hangelands von Medien in seiner verzerrten Schilderung übernommen“.

In seinem Posting kritisiert Magath jedoch nicht nur die Medien. Die dpa lobt er sogar ausdrücklich: „Es geht allerdings auch anders. Kompliment an die Arbeit der Deutschen Presse-Agentur, die arbeiten sorgfältig und fragen direkt nach, bevor sie etwas in die Öffentlichkeit bringen.“

Ganz im Sinne einer offenen Social Media-Kommunikation endet das Magath-Posting mit der Aufforderung an die Fans, sich bei Fragen direkt an ihn zu wenden. Eine entsprechende E-Mail-Adresse ist gleich unter dem Text platziert.

Tatsächlich dürfte die Käse-Geschichte für Magaths Image nur von Nutzen sein. Denn solch eine offensichtliche Lächerlichkeit lenkt auch wunderbar von der tatsächlich miesen Punkte-Bilanz ab, mit der das erste England-Abenteuer des deutschen Trainers endete.

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