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Alibabas Mega-Börsengang: der 232 Milliarden Dollar-Gorilla

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Alibaba: Bereits einer der zehn wertvollsten Konzerne der Welt

Historisch ist noch untertrieben: Beim Gang an die Börse am Freitag brach Alibaba alle Rekorde. Der chinesische E-Commerce-Riese sammelte nicht nur mit Abstand so viel Kapital ein wie kein anderes Unternehmen zuvor – die Aktie haussierte auch noch um 38 Prozent über dem Ausgabekurs. Ebenfalls rekordverdächtig: Der Abschlag, mit dem die Wall Street Yahoo bewertet, das nun weniger wert ist als seine Alibaba-Beteiligung …

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Die Indikationen am Graumarkt hatten im Vorfeld nicht getrogen: Kurse um 86 Dollar wurden gehandelt – doch Börsianer waren bereit, noch mehr für Alibaba zu zahlen. 92,70 Dollar: Das war der erste Kurs, der am vergangenen Freitag rund zwei Stunden nach Handelsstart zum Börsendebüt von Alibaba aufleuchtete.

Am Ende einer wilden Achterbahnfahrt, bei der Alibaba-Aktie zwischen 89,95 und 99,70 Dollar pendelte, schloss das Papier schließlich bei 93,90 Dollar – gegenüber dem Ausgabekurs von 68 Dollar entsprach das einem satten Plus von 38 Prozent. Alibaba beendete den ersten Handelstag an der Wall Street damit als 232 Milliarden Dollar schweres Unternehmen.

Alibaba schon wertvoller als Facebook, Samsung und IBM
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In welche Superlative der E-Commerce-Gigant damit schon vorgestoßen ist, macht ein Vergleich mit anderen, hochbewerteten Internet- und Tech-Unternehmen deutlich. Aus dem Stand ist Alibaba nicht nur wertvoller als Facebook oder Amazon, sondern auch als die Tech-Riesen IBM (193 Milliarden Dollar), Samsung (182 Milliarden Dollar), Oracle (177 Milliarden Dollar) und Intel (172 Milliarden Dollar). Nur Google (406 Milliarden Dollar) aus dem Internetsektor und Microsoft (392 Milliarden Dollar) und Apple (604 Milliarden Dollar) aus der Tech-Branche sind noch wertvoller.

Bemerkenswerte Randnotiz des Alibaba-IPOs: Minderheitsaktionär Yahoo wird von der Börse inzwischen gar als Belastung gesehen. Die 24 Prozent-Beteiligung an Alibaba wäre auf Basis des aktuellen Schlusskurses 53 Milliarden Dollar wert. Nun müsste Yahoo im Falle des Komplettverkaufs seiner Alibaba-Anteile natürlich noch Steuern zahlen – ebenso wie auf eine mögliche Veräußerung an 35 Prozent von Yahoo Japan.

Doch selbst nach Abzug aller fiskalischer Verbindlichkeiten würden die Erlöse aus den Beteiligungsverkäufen den aktuellen Börsenwert Yahoos von 40 Milliarden Dollar übersteigen. In anderen Worten: Die Börse ist der Meinung, dass Yahoos Kerngeschäft inzwischen keinen Wert für Aktionäre mehr hat – die Summe der Teile ist also wertvoller als das Gesamtpaket.

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