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Zalando-Börsengang: Die Zeichnungsfrist der Aktien beginnt heute

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Der heiße Herbst für Börsendebütanten aus dem Internet-Sektor ist eingeläutet: Einen Tag vor dem größten IPO aller Zeiten, das Chinas E-Commerce-Riese Alibaba bestreiten wird, gibt nun auch Zalando die Zeichnungsfrist und Preisspanne seiner Aktien bekannt. Ab Donnerstag kann gezeichnet werden, der Börsengang dürfte übernächste Woche folgen.

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In diesen Tagen scheint nichts schief gehen zu können: Die Technologiebörse notiert auf dem höchsten Stand seit der Jahrtausendwende, der S&P 500 und der Leitindex Dow Jones sind nur wenige Zähler von Allzeithochs entfernt, Tech- und Internetaktien wie Apple, Google und Facebook notieren nur wenige Prozent unter Allzeithochs.

Und dann ist da noch der Börsengang des Jahrhunderts, der morgen stattfinden wird. 25 Milliarden Dollar: Soviel wird E-Commerce-Riese Alibaba am Freitag wohl einnehmen, wenn Gründer Jack Ma den wertvollsten Internetkonzern Chinas an die New Yorker Börse NYSE führt und aus dem Stand zur Nummer drei im Web aufrückt – direkt hinter Google und Facebook.

633 Millionen Euro Emissionserlös möglich

Keine Frage: Es ist eine gute Zeit, um als wachstumsstarker E-Commerce-Anbieter an die Börse zu streben – genau diesen Windschatten scheint der Berliner Online-Modeversender Zalando nun nutzen zu wollen und drückt entsprechend aufs Tempo. Nach Handelsschluss gab Zalando Rahmendaten und die Preisspanne für seinen bevorstehenden Börsengang bekannt.

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Zwischen 18 und 22,50 Euro sollen die Anteilscheine des Web-Versenders kosten, die ab heute gezeichnet werden können. Damit könnte Zalando im Idealfall bis 633 Millionen Euro durch den Börsengang einnehmen, bei dem 11,3 Prozent des Unternehmens am Kapitalmarkt platziert werden. Im Vorfeld hatte es noch geheißen, der Berliner  Online-Händler, an dem die Samwer-Brüder noch zu 17 Prozent beteiligt sind, strebe einen Emissionserlös von 750 Millionen Euro an.

Samwer-Beteiligung im Idealfall knapp eine Milliarde Euro wert

CEO Robert Gentz, die Samwers und die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, die mit 37 Prozent inzwischen größter Anteilseigner Zalandos sind, gehen damit auf Nummer sicher. Am oberen Ende der Kurstaxe würde Zalando mit 5,6 Milliarden Euro bewertet werden und die Samwer-Beteiligung auf eine knappe Milliarde Euro anschwellen.

Im Vorfeld des IPO konnte Zalando für das abgelaufene zweite Quartal erstmals schwarze Zahlen vorweisen. Bei Umsätzen von 546 Millionen Euro blieb operativ ein Plus von 12 Millionen hängen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Zalando bei Erlösen von 1,76 Milliarden Euro unterm Strich noch 114 Millionen Euro verloren. Das Zalando-IPO, das am 1. Oktober erfolgen soll, gilt als Testfall für den Börsengang des Samwer-Imperiums Rocket Internet, das ebenfalls für den Herbst geplant ist.

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