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Popcorn für Champions: Dmexco feiert digitale Erlösquellen (und sich selbst)

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Digital-Marketing ist am Ende des Tages vor allem eine hochtechnische Angelegenheit. Vielleicht genau darum ist die dmexco auch eine ziemlich laute, gelegentlich grelle Medien-Messe. Wo es im Prinzip nicht viel zu zeigen gibt, müssen andere Reize geboten werden. Der hohe Stellenwert, den das Digitalmarketing mittlerweile im Media-Mix hat, äußert sich in dem rasanten Wachstum der zweitägigen Veranstaltung in Köln. Entsprechend gut war die Stimmung.

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Am Ende des ersten Tages, als das letzte Expertengespräch abgehalten, der letzte Kundentermin geschafft war, wurden die Lautstärkeregler aufgedreht. Als mexikanische Wrestler verkleidete Männer verteilten große Hüte. Partytime. Das tagsüber reichlich verteilte Popcorn in Tüten wurde durch Bier in Gläsern ersetzt. Danach weiter auf diverse Dmexco-Parties. Die „offizielle“ Sause ging im „Alten Wartesaal“ über die Bühne.

Die großen Vermarkter warteten mit ebenso großen Ständen auf, vor den Konferenzhallen drängten sich die Besucher, wenn bekannte Namen der Branche ihre Aufwartung machten. Dass es in den Panels mitunter etwas sehr harmonisch zuging – der Ex-Präsident von Criteo, der heute Präsident von BuzzFeed ist, interviewt die Chefs von…Criteo und BuzzFeed – hat viele Messebesucher offenbar nicht gestört. Es ist ja auch legitim: die dmexco ist zu einem Ausdruck der Stärke der Digital-Vermarktungsbranche geworden. Und die Botschaft lautet: weiter, schneller, höher. „Wie die CeBit vor zehn Jahren“, urteilte ein Besucher.

Rein optisch haben die klassischen Medien-Vermarkter wie Axel Springer Media Impact, die beispielsweise einen Talk zwischen Stefan Aust und Kai Diekmann aufboten, Tomorrow Focus Media, Seven One Media, iqdigital und Co. einen große Präsenz. Das Wachstum kommt aber auch und vor allem durch neue Player, wie etwa Vice Media, die Ausweitung der Konkurrenz. Brechend voll war es regelmäßig beispielsweise bei Google. Die großen Namen, sie ziehen. Und selbst kleinere Player wie Twitter waren vertreten. Kleiner Stand, smarte Idee: Messebesucher konnten Selfies twittern und bekamen dafür ein Geschenk.

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Eines der großen Themen war erwartungsgemäß Native Advertising. Und kaum ein Experte und/oder Unternehmensvertreter, der nicht sagte: können wir, machen wir, kein Problem. Ein Stelldichein von Stan Sugarman (Gruner+Jahr), Andrew Creighton (Vice Media) und Jimmy Maymann (Huffington Post) geriet zur Werbeveranstaltung für Native. Nichts dagegen zu sagen, wenn man sich einig ist. Nur etwas spannungsarm ist die reine Affirmation dann doch. Immerhin, Sugarman sagte: „Es gibt viele Marken, die brauchen kein Content Marketing.“ Langfristig rechne er trotzem mit einem Anteil an den Werbeumsätzen von mehr als 50 Prozent.

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Werbung am Stand von Gruner+Jahr Media Sales

Flankiert wurde die Partystimmung durch gute Zahlen. Die am schnellsten wachsende Werbegattung, Annäherung ans klassische Fernsehen, Mobile-Werbung wächst stark durch Bewegtbild, alles wird dynamischer, Realtime rules. Usw. usf. Good news. Online-Marketing-Rockstars. Die Inhalteproduzenten, also vor allem die klassischen Medienunternehmen, müssen nur zusehen, dass sie sich von den neuen Playern nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Sie müssen im Gewummere der Beat-Boxen mit ihrer eigenen Stimme, ihrer eigenen Melodie noch zu hören sein.

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