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Analysten sind zuversichtlich: Das iPhone 6 wird ein großer Erfolg

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Zuversicht an der Wall Street: Die großen Investmentbanken des Financial Districts zeigten sich zufrieden mit der Apple-Keynote und erneuerten ihre Kaufempfehlung größtenteils. Während Business Insider-Chefredakteur Henry Blodget weiter Apple-Aktionär bleibt, aber nur noch eingeschränktes Kurspotenzial sieht, arbeitet ein Hamburger Analyst weiter an seinem Ruf als größter Apple-Skeptiker der Finanzmärkte.

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Tim Cook hat Wort gehalten: Mit gleich zwei neuen, großen iPhones, dem neuen mobilen Bezahlsystem Apple Pay und der neuen Produktkategorie Apple Watch hat der 53-jährige Vorstandschef von Apple vorgestern im Flint Center binnen zwei Stunden so bahnbrechende  Produkte vorgestellt wie in den drei Jahren zuvor nicht.

Entsprechend applaudiert die Wall Street. Die australische Investmentbank Macquarie hob das Kursziel von 102 auf 104 Dollar an und rät, die Anteilsscheine „überzugewichten“. Morgan Stanley-Analystin Katy Huberty bleibt bei ihrer Einschätzung und sieht ein Kursziel von 110 Dollar. Damit befindet sich die Staranalystin bester Gesellschaft der Branchenkollegen, die Notierungen zwischen 108 Dollar (Bernstein), ebenfalls 110 Dollar (Citigroup, RBC), 112 Dollar (J.P. Morgan), 115 Dollar (UBS) und 120 Dollar (Piper Jaffrey) ausgeben.

Henry Blodget: Letzter großer Upgrade-Zyklus

Ein früher Internetaktienanalyst, der jetzt als Journalist die Techbranche analysiert, ist dagegen etwas skeptischer – und das, obwohl „Business Insider“-Macher Henry Blodget seit knapp 1,5 Jahren auch Apple-Aktionär ist. „Ich glaube, dass jeder iPhone-Besitzer ein größeres iPhone erwerben will, vor allem glaube ich, dass sie das größere große iPhone kaufen wollen, an dem Apple besser verdient. Das nächste Jahr dürfte daher exzellent für Apple verlaufen.“

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So weit, so gut. Allerdings: „Nicht nur das nächste Jahr zählt, sondern auch die Jahre danach.“ Blodget argumentiert, dass Nutzer, die in den kommenden Monaten ein iPhone 6 oder iPhone 6 Plus erwerben, danach nicht so schnell wieder ein Upgrade durchführen. In anderen Worten:  Es bricht der letzte große Upgrade-Zyklus an. Die Apple Watch oder andere neue Produkte hält Blodget für nicht annähernd so ertrag- und chancenreich. Entsprechend erwägt der Chefredakteur des „Business Insiders“ einen Verkauf in der Nähe der Allzeithochs.

Berenberg-Analyst Adnaan Ahmad: Verkaufen – Kursziel 60 Dollar!

Komplett gegen Strom schwimmt indes die Hamburger Berenberg Bank. Analyst Adnaan Ahmad arbeitet weiter an seinem Ruf als Super-Bär. Nahe dem Tiefpunkt der neunmonatigen Talfahrt 2013 hatte Ahmad bei Kursen von 420 Dollar (vor dem Aktiensplit)  sein Kursziel von sage und schreibe 800 auf 360 gesenkt und zum Verkauf geraten – eine schlechtere Investment-Empfehlung konnte es wohl kaum geben: Die Aktie seit sich seitdem fast verdoppelt.

Für den Berenberg-Mann sind die heutigen Kurse offenbar weiter eine Fata Morgana. Adnaan Ahmad, der Tim Cook schon mal in einem offenen Brief zur Tesla-Übernahme riet, bleibt bei seiner extrem pessimistischen Einschätzung und rät weiter zum Verkauf der Aktie. Das Kursziel korrigierte Ahmad immerhin nach oben: von 51,42 auf 60 Dollar. Zur Erinnerung: Die Apple-Aktie legte gestern um mehr als drei Prozent auf 101 Dollar zu und schloss nur knapp unser Allzeithochs.

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