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IFA-Highlights: Samsung wird kurvig, Sony zeigt Mini-Tablet, Amazon bringt Fire TV

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Die Internationale Funkausstellung öffnet zwar erst am Freitag ihre Pforten für Besucher. Doch im Vorfeld präsentieren die großen Hersteller schon ihre Messe-Highlights. Darunter Samsung, die die Kurve kriegen, Asus mit einem unverschämten günstigen neuen EePC und Sony mit einem beeindruckenden Line-up für das Smart Home der Zukunft. Ein Überblick.

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Samsung kriegt die Kurve

Viel war schon vorab bekannt, überraschen konnte die Koreaner dennoch: Samsung hat im Rahmen der IFA 2014 sein neues Phablet Note 4 vorgestellt. Die Ausstattung ist auf dem Höhepunkt der Technik: ein 5,7-Zoll-Display mit 2.560 x 1.440 Pixeln, ein Snapdragon 805-Chipsatz mit 2,7 GHz Takt und 3 GB RAM, interner Speicher mit 32 GB, der per microSD-Karte auf 64 GB erweiterbar ist. Die Kamera löst Bilder mit 16 Megapixeln aus. Die Frontkamera schießt immerhin Selfies mit 3,7 MP. Mehr geht technisch nicht.

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Wie bei den Vorgängern kommt ein Stylus namens S-Pen zum Einsatz. Der verschwindet bei Nicht-Gebrauch im Gehäuse. Wer’s braucht… Ferner will Samsung mit einer Schnellladefunktion punkten, bei der der üppige 3220 mAh Akku in nur einer halben Stunde auf 50 Prozent aufgeladen wird. Der Rand der Vorgänger aus Fake-Metall weicht nun einem Alu-Finish. Nur die Rückseite ist leider wieder einmal aus Pseudo-Leder. Über den Preis schweigen die Koreaner sich noch aus.

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Beeindruckender ist da schon das Note Edge, bei dem erstmals ein Curved-Display in einem Smartphone zum Einsatz kommt. Technisch ist das Edge mit dem Note 4 identisch – mit Ausnahme des Bildschirms, der an der rechten Vorderseite abgeknickt ist. Wirklich gelungen: Die Krümmung ist nicht nur ein optisches Feature, sondern bietet tatsächlich Mehrwert. So rollt etwa ein Newsticker am Rand herunter, und Icons für den Schnellzugriff auf die Smartphone-Funktionen lassen sich dort ablegen. Das ist besonders praktisch, wenn man sich auf dem 5,7-Zoll-Display ein Video anschauen will. Dann werden die Steuerelemente auf der Seite eingeblendet und überlagern nicht das Bild. Auch hier schweigt sich Samsung zum Preis aus.

Sony verbindet Mobile und Smart Home geschickt

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Fast zeitgleich hielt auch Sony seine Pressekonferenz ab. Bei den Smartphones setzen die Japaner auf Evolution statt Revolution. Der Nachfolger des Z2, das Z3, kommt mit schnellerem Chipsatz und verbesserter Kamera mit 20,7 Megapixeln und Lowlight-Funktion und ist nun bis zu einer halbe Stunde lang auf einer Tiefe von 1,5 Metern wasserdicht. Neben Schwarz und Weiß ist das Z3 zum Ende des dritten Quartals noch in Grün und Kupfer zum Preis von 649 Euro erhältlich. Als Sidekick hat Sony das Z3 compact vorgestellt. Im Gegensatz zum großen Bruder mit 5,2-Zoll-Full-HD-Display verfügt das “Mini”-Phablet über ein 4,6 Zoll großes 720p-Display und nur 1 GB Arbeitsspeicher im Vergleich zu den 3 GB im Z3. In Sachen Rechenpower steht das compact dem Sony-Flaggschiff aber in nichts nach. Ab Oktober wird das Z3 compact in den Farben Weiß, Schwarz, Meergrün und Mandarinrot für 499 Euro erhältlich sein.

Erstmals haben die Japaner auch ein Mini-Tablet gelauncht: das Z3 Tablet compact. Die harten Fakten: 8-Zoll-Display mit Full-HD, ein Achtkern-Prozessor mit 2,5 Ghz, 3 GB Arbeitsspeicher, 16 GB interner Speicher und ein großer Akku mit 4500 mAh. All das in einem Gehäuse, das nur 6,4 Millimeter dünn und dazu noch wasserdicht ist. Mit LTE-Unterstützung ist ist das Tablet zum Ende des dritten Quartals in Schwarz und Weiß für 499 Euro erhältlich.

Wirklich gelungen: Sony nutzt die gesamte Bandbreite seiner Produktpalette und verbindet seine Spielekonsole Playstation 4 mit seinen Mobilgeräten. Die können nun gekoppelt werden und übertragen die Games direkt auf die Displays der Smartphones und Tablets. Gesteuert wird nicht per Touch, sondern mit dem Gamepad der Playstation, das mittels Saugnapf-Halterung an die Geräte andockt.

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Besonders beeindruckend war Sonys Lineup für das Smart Home der Zukunft. Die Japaner konzentrieren sich hier ganz klar auf Entertainment und stellten in Berlin gleich mehrere Prototypen von smarten Beamer vor, die sich nahtlos in künftige Wohn-, Schlaf-, Bade- und Esszimmer integrieren sollen. Die sind mitunter so klein, dass sie sich problemlos an Kühlschränken und Sideboards oder auch der Badewanne anbringen lassen, um etwa entspannt eine Serie zu schauen, sich einen virtuellen Notizblock zu teilen oder etwa Fotos auf einen Tisch zu projizieren und diese mit einem Fingerwisch zum Tischnachbarn zu befördern. Sehr, sehr smart und sehr, sehr schick! Bis die Produkte allerdings Serienreife haben, werden wir uns wohl aber noch ein, zwei Jahre gedulden müssen.

Asus belebt gekonnt den EeePC wieder

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Überraschen konnte auch Asus. Die Taiwaner beleben das EePC wieder. Wissen Sie noch? Diese Pre-Tablet-Mini-Notebook mit den winzigen Bildschirmen und den winzigen Tastaturen. Mit dem Launch des iPads und dem Aufkommen der Tablet-Ära waren die EePCs und ihre Kopien Geschichte. Auf der IFA stellte Asus nun das EeeBook vor. Ein 11,6 Zoll großes Notebook mit Touch, zwei GB RAM, 32 GB internem Speicher und vorinstalliertem Windows 8.1. Am ehesten lässt sich das EeeBook X205 als kleines, buntes Macbook Air beschreiben – zumindest nach optischen Gesichtspunkten. Der eigentliche Clou ist aber der Preis: Nur 199 Euro (!) kostet das kleine Notebook.

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Parallel präsentierte Asus noch seine Smartwatch, die Zen Watch. Die unterscheidet sich in den Funktion nicht wirklich von den Modellen von LG oder Motorola, verfügt aber immerhin über ein schickes Lederarmband. Ganz nett: Kommt ein Anruf auf ein gekoppeltes Asus Zenfone, dann reicht ein Handauflegen bei der Zen Watch, um den Anruf stumm zu stellen. Der Preis – Sie ahnen es vermutlich schon – beläuft sich ebenfalls auf 199 Euro.

Zusätzlich verkündeten die Taiwaner eine exklusive Kooperation mit ProSiebenSat.1, aus der das Asus Entertainment Pad entstanden ist. Ein Tablet mit acht Zoll, 1280×800 Pixeln, 1 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internem Speicher. Verkaufsargument Nummer eins für das Device zum Preis von 149 Euro ist allerdings das Software-Angebot, bei dem Asus auf die Produkte aus der P7S1-Gruppe. Nutzer sollen damit Musik, Filme und Serien streamen. Dazu sind zum Start Schnupper-Abos von 7TV (2,99 Euro pro Monat), Deezer (9,99 Euro/Monat) und Gymondo (14,99 Euro/Monat) dabei. Ein Maxdome-Abo gibt es zudem vier Monate lang zum Preis von einem (7,99 Euro).

Amazon launcht Fire TV in Deutschland

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Amazon hat den Deutschland-Start für seine Set Top Box Amazon Fire TV verkündet. Ein Quad-Core-ARM-Prozessor mit dediziertem Grafikchip, zwei GB RAM und MIMO-WLAN sollen Fire TV bis zu dreimal leistungsfähiger machen als Apple TV oder Chromecast. Zumindest reicht die Leistung locker für das Abspielen von Inhalten in 1080p aus. Gesteuert wird das Gerät über eine Bluetooth-Fernbedienung, die über ein eingebautes Mikrofon auch die Suche per Sprachbefehl zulässt. Der Preis: 99 Euro. Prime-Kunden bekommen den Fernseh-Knirps zum halben Preis. Der Verkauf startet heute in Deutschland und Großbritannien.

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