Nach Blome: Büchner holt mit Torsten Beeck zweiten Bild-Mann zum Spiegel

Von Bild zum Nachrichtenmagazin:  Social Media-Experte Torsten Beeck (li.) wurde von Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner verpflichtet
Von Bild zum Nachrichtenmagazin: Social Media-Experte Torsten Beeck (li.) wurde von Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner verpflichtet

Er gilt bei Bild als unangefochtener "Mister Social Media", doch schon bald wird Torsten Beeck, das Boulevard-Medium verlassen: Nach MEEDIA-Informationen wechselt der 36-Jährige zum 1. Dezember zum Spiegel nach Hamburg. Nach Nikolaus Blome ist Beeck schon der zweite Bild-Redakteur, den Chefredakteur Wolfgang Büchner anheuert.

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Beeck ist seit 1. Juli 2012 redaktioneller Leiter Social Media und Community bei Bild. In dieser Funktion verantwortete und steuerte er die gesamten redaktionellen Aktivitäten des größten News- und Entertainmentportals in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und leitet ebenso die Community- und Social-Media-Aktivitäten auf bild.de. Beeck folgte damals auf Rowan Barnett, der als Market Director Germany zu Twitter gewechselt war. Zuvor hatte Beeck fünf Jahre lang bei Computer Bild Digital gearbeitet und es dort zum Ressortleiter Computer und Unterhaltungselektronik gebracht. Seine berufliche Laufbahn gestartet hatte er als Redakteur bei stern.de und Neon.

Wie Beeck seinen Aufgabenbereich sieht und welche Schwerpunkte er setzt, erzählte er vor einem Jahr ausführlich in einem Interview. Der 36-Jährige ist überzeugt, dass in der Vernetzung von Print und Online die Zukunft des Journalismus liegt. Dabei würden, so Beeck, Themen nicht mehr allein von Redakteuren gesetzt, sondern entstünden gleichfalls im Netz. Social Media würden in diesem Zusammenhang auch zum Recherche-Tool. Nachrichten aus der Community würden von Redakteuren geprüft, angereichert, aufbereitet und weiterverbreitet. Dass die neuen Medien dem Qualitätsjournalismus schaden, glaubt Beeck nicht. Er sieht für Medienhäuser und professionelle Journalisten eher eine Chance, durch die Verbreitung ihrer Artikel in den Communities an Bekanntheit zu gewinnen: „Für eine Marke ist es immer wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.“

Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner betreibt derzeit unter dem Projektnamen „Eisberg“ die Verzahnung der Print- und Online-Redaktionen. Welche Führungsposition Beeck in der Spiegel-Gruppe bekleiden wird und welchen Titel er führen wird, ist noch nicht bekannt. Die Berufung des Ex-Bild-Manns Nikolaus Blome in die Spiegel-Chefredaktion hatte zu starken Widerständen innerhalb der Redaktion geführt.

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