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Gehaltsstudie: Digital-Manager sind die Top-Verdiener in Medienhäusern

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In Medienhäusern gilt: Wer das Digital-Geschäft verantwortet, der hängt seine Management-Kollegen in Sachen Gehalt um Längen ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Gehaltsstudie. Die Gehaltskönige im deutschen Medien- und Online-Business sind aber Führungskräfte in Online-Media-Unternehmen.

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Der deutschen Internetwirschaft geht es gut. Zumindest, wenn man die Top-Gehälter der Entscheider als Maß dafür nimmt. 200.000 Euro pro Jahr sind dort weiterhin die Regel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Gehaltsstudie von Cribb. Die Personalberatung hat im Frühjahr/Sommer 2014 die Gehälter von 203 Geschäftsführern und Vorständen der deutschen Digitalwirtschaft analysiert.

So verdienen etwa Top-Manager in deutschen Digital-Unternehmen durchschnittlich 212.893 Euro inklusive Zulagen. Dieser Mittelwert basiert jedoch auf extremen Gehaltsunterschieden: Während einige lediglich ein Jahresgehalt von 75.000 Euro beziehen, bekommen die Spitzenverdiener bis zu 677.000 Euro im Jahr.

Online-Media-Manager verdienen am meisten

Das meiste Geld gibt es bei Online-Media-Unternehmen, deren Führungskräfte durchschnittlich 253.374 Euro pro Jahr verdienen. Damit liegen sie laut Cribb-Studie vor Geschäftsführern und Vorständen von eCommerce-Unternehmen (246.102 Euro), Medienhäusern (238.687 Euro), Online-Technologie-Unternehmen (226.876 Euro) und Portalen/Marktplätzen (224.514 Euro). Dagegen zählen CEOS von Inkubatoren und Agenturen beinahe schon zu den Geringverdienern: Im Schnitt liegt ihr Jahresgehalt bei 203.000 Euro beziehungsweise 195.026 Euro.

Groß sind die Gehaltsunterschiede nicht nur branchenübergreifend, sondern auch unternehmensintern: Hier streicht das General Management (233.265 Euro) das dickste Gehalt ein, auf Rang zwei und drei liegen Digitalisierungs- (228.728 Euro) und Vertriebsspezialisten (225.472 Euro). Laut Cribb zählen Geschäftsführer und Vorstände aus den Bereichen Finanzen (182.527 Euro) und Beratung (175.329 Euro) zu den „Schlusslichtern“.

Digital-Expertise besser bezahlt als Finanzen und Vertrieb
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Wer in Medienhäusern hingegen die Digitalisierung verwantwortet, zählt dort mittlerweile zu den Spitzenverdienern. Ihr durchschnittliches Einkommen liegt mit 337.399 Euro inklusive aller Zulagen deutlich vor den Kollegen, die sich in Verlagen um Finanzen (217.500 Euro), Vertrieb (199.569 Euro), Personal (197.500 Euro) oder Produktmanagement (183.627 Euro) kümmern.

Der Grund für das extrem hohe Durchschnittsgehalt bei Digital-Manager liegt für Dwight Cribb, Geschäftsführer der gleichnamigen Personalberatung, auf der Hand: „Medienhäuser haben die Auswirkungen des digitalen Wandels sehr früh, für alle sichtbar und äußerst schmerzlich zu spüren bekommen. Mittlerweile scheinen sie zu wissen, dass sie der Digitalisierung auf Führungsebene begegnen müssen. Das hohe Gehaltsniveau spiegelt zumindest die zentrale Bedeutung der digitalen Kompetenz für Medienhäuser wider.“

Manager in AGs verdienen 25 Prozent mehr als bei GmbHs und KGs

Doch Nicht nur die Berufserfahrung sowie die Mitarbeiter- und Umsatzverantwortung beeinflussen die Höhe des Gehalts. Auch die Rechtsform eines Unternehmens ist laut der Cribb-Studie entscheidend. So beziehen Top-Manager in Aktiengesellschaften über ein Viertel mehr Salär als die Entscheider bei GmbHs und KGs. Wer zudem am Unternehmen beteiligt ist, erhält weniger Gehalt als Kollegen ohne Firmenanteile. Sind Sie zudem Gründer, liegt Ihr Verdienst durchschnittlich ein Zehntel unter dem der nicht-selbstständigen Kollegen. Und wenn sich ein Unternehmen mit Venture Capital finanziert, sind ebenfalls eher unterdurchschnittliche Gehälter für Chefs üblich.

Cribb Infografik

An der Studie teilgenommen haben Entscheider aus den Bereichen Medien, E-Commerce, Portale/Marktplätze, Online-Media (Vermarkter, Ad Networks, Ad Exchanges), Online-Technologie (Tracking, Targeting, Real Time Advertising) sowie Inkubatoren und Digital- Agenturen (Online-Marketing, SEM- und SEO- sowie Social-Media-Agenturen)

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