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Gruner + Jahr startet massiven Stellenabbau: Jeder 6. Job fällt weg

G+J-Chefin Julia Jäkel
G+J-Chefin Julia Jäkel

Als Reaktion auf die rückläufige Marktentwicklung streicht Gruner + Jahr 400 Stellen. Das teilte das Unternehmen soeben mit. Mit diesem "Effizienz-Programm", das auf drei Jahre angelegt ist, will das Medienhaus seine Zukunftsfähigkeit sichern und "nachhaltig 75 Millionen Euro einsparen".

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Für G+J sind die einschneidenden Sparmaßnahmen Teil der „laufenden strategischen Transformation“ zum multimedialen Inhalte-Haus. In diesem Zuge sollen mittelfristig die Verluste im Print-Geschäft kompensiert und der Aufbau des digitalen Neugeschäfts gefördert werden. In den nächsten 36 Monaten werden sowohl Sach- wie auch Personalkosten in allen Abteilungen von G+J Deutschland deutlich reduziert. Der Vorstand erklärt dazu, dass der Abbau von bis zu 400 Mitarbeitern sozialverträglich umgesetzt und über die Nicht-Nachbesetzung offener Stellen sowie Regelungen für Altersteilzeit angestrebt werde. Aber auch betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen. Die beschlossenen Maßnahmen betreffen ausschließlich G+J Deutschland und weder die Tochterunternehmen Motorpresse in Stuttgart noch das Dresdner Druck- und Verlagshaus (Sächsische Zeitung) oder das internationale Geschäft. Dort wurden jeweils eigene Effizienz-Programme initiiert.

Die Begründung von Gruner-CEO Julia Jäkel zu den Maßnahmen in voller Länge liest sich so: „Gruner + Jahr hat zwölf Monate nach dem Start seiner strategischen Transformation bereits eine Menge erreicht und wir werden unseren Weg fortsetzen. Dazu gehört für uns nicht nur, an unseren Titeln zu arbeiten, sie immer besser zu machen, neue Magazine zu lancieren und ganz besonders unser Digital-Geschäft deutlich auszubauen, sondern auch eine effiziente Aufstellung. Effizienz war von Beginn an ein wichtiges Element unserer strategischen Neuausrichtung. Sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigenmarkt entwickelt sich G+J bei vielen Titeln besser als der Markt. Trotzdem müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich die Marktbedingungen grundlegend verändert haben. Wir sind überzeugt, dass Gruner + Jahr aus diesem für uns alle fordernden Prozess stark hervorgehen und eine gute Zukunft haben wird.“

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