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Durchbruch im Spiegel-Streit: Büchner lenkt gegenüber Redaktion ein

Bad News für Wolfgang Büchner: Spiegel-Gesellschafter boten Giovanni di Lorenzo den  Chefredakteursposten an – der lehnte dankend ab
Bad News für Wolfgang Büchner: Spiegel-Gesellschafter boten Giovanni di Lorenzo den Chefredakteursposten an – der lehnte dankend ab

Es sieht ganz danach aus, als ob beim Spiegel fürs Erste ein Burgfrieden ausgerufen werden kann. In der Konferenz am Dienstagmorgen hat Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner nach MEEDIA-Infos gesagt, der Umbau der Redaktionsstruktur sei auch mit den amtierenden Ressortleitern machbar. Nur müssten diese selbst bereit sein für Veränderungen.

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Büchner habe gesagt, er könne sich vorstellen, auch mit der amtierenden Print-Ressortleiterriege den Umbau zu einer mit Spiegel Online verzahnten Redaktion voranzubringen. Das bedeutet, dass Chefredakteur und Verlagsspitze darauf verzichten, die Print-Ressortleiterposten nach vorheriger Kündigung neu auszuschreiben. Jeder Print-Ressortleiter müsse aber bereit sein, so Büchner, mit einem Online-Ressortleiter auf Augenhöhe zu arbeiten. Sei das leitende Personal dazu nicht bereit, müsse über Neubesetzungen nachgedacht werden.

Wie genau und wann die Redaktionsstruktur mit einer Print/Online-Ressortdoppelspitze umgebaut wird, ist damit wieder offen. Es kann also nun in die Diskussion gehen. Wie genau sieht das Schema der Redaktion aus? Wie das Timing? Müssen einzelne Ressorts von der Doppelspitzen-Aufstellung ausgenommen werden? Welche neuen Ressorts soll es geben? Büchner geht damit einen großen Schritt auf seine Kritiker in der Redaktion zu.

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Der Chefredakteur setzt nun auf den Dialog. Das haben auch die Gesellschafter des Spiegel-Verlags am Freitag noch einmal unterstrichen: Umbau ja, aber nur gemeinsam. Der Forderung von höchster Stelle sind Chefredakteur, aber auch die Print-Ressortleiter, nun nachgekommen. Die Voraussetzungen für eine Einigung stehen jetzt deutlich besser als noch in der vergangenen Woche. Bis dahin war es aber ein zäher Kampf, der bei den künftigen Diskussionen nicht ganz aus der Erinnerung der Beteiligten gestrichen werden kann.

Nachtrag, 18:23 Uhr: Der Spiegel-Verlag bestätigte am Abend die MEEDIA-Informationen. Noch „in diesen Tagen“ werde Büchner mit jedem Ressortleiter Einzelgespräche führen.

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