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Corinna Schumacher scheitert mit Klage gegen taz und ZDF

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Fotos, die Corinna Schumacher auf dem Weg in die Klink zu ihrem verunglückten Mann Michael zeigen, dürfen gezeigt werden. Das hat nun das Landgericht Köln entschieden und damit die Klage der Ehefrau des ehemaligen Rennfahrers Michael Schumacher abgelehnt.

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Corinna Schumacher hatte gegen die Berichterstattung des ZDF und der taz geklagt, die entsprechende Bilder gezeigt hatten, die auf dem Weg ins Krankenhaus zeigten. Das sei laut Urteil der Richter angemessen. Zwar sei der Besuch an sich noch kein Ereignis der Zeitgeschichte mit einem überragenden Berichterstattungsinteresse. Allerdings sei der anhaltende Medienrummel vor der Klink von zeitgeschichtlicher Bedeutung.

„Die Berichterstattung dient damit nicht lediglich der Befriedigung von Neugier und der Unterhaltung der Leser“, heißt es in der Urteilsbegründung. Die taz und das ZDF hätten in ihrer Berichterstattung das Verhalten der Medien kritisch hinterfragt. Schumachers Anwalt hatte das als „Feigenblatt“ bezeichnet. So sei es fragwürdig, eine bestimmte Art von Berichterstattung zu kritisieren und dabei das Beanstandete zu reproduzieren. Insofern hätte man die Arbeit der Reporter vor Ort kritisieren können, aber darauf verzichten können, das Bild erneut zu zeigen.

Dem Bild kommt allerdings ein eigener Informationswert zu, so die Richter. „Dieses Bild illustriert die Lage vor dem Krankenhaus (…). Es zeigt, wie sich die Klägerin (Corinna Schumacher) durch mehrere Fotografen hindurchdrängeln muss, um ihren Mann im Krankenhaus besuchen zu können. Sie kommt, wie es auch die Bildunterschrift darstellt, „kaum durch zu ihrem Mann“. Diese Belagerung des Krankenhauses durch Journalisten (…) wird dem Leser durch das Bild plastisch vermittelt und setzt ihn damit besser als eine reine Wortberichterstattung dies könnte in die Lage, den Hintergrund der Kritik zu erfassen und sich seine eigene Meinung zu bilden.“

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Update vom 28.8.2014, 15.44 Uhr: Uns ist bei der Berichterstattung ein ärgerlicher Fehler unterlaufen. taz und ZDF zeigten nicht Bilder des Verunglückten, sondern von dessen Ehefrau Corinna Schumacher. Die entsprechenden Passagen wurden geändert.

 

 

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