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Berlin erlässt Verbot gegen Taxi-Dienst Uber – der fährt trotzdem weiter

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Ausgerechnet in Berlin hat der Fahrdienst Uber am Donnerstag eine schwere Schlappe einstecken müssen – das Berliner Landesamt hat Uber verboten. Das fünf Jahre alte Hype-Start-up wehrt sich jedoch gegen das Verbot – und fährt einfach weiter.

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Eine der großen Internet-Erfolgsstories des Jahres trifft in der Alten Welt auf zunehmende Widerstände. „Der Schutz des Fahrgastes hat Priorität“, teilte der Berliner Senat gestern mit und sprach ein Verbot gegen den Mitfahr-Vermittler Uber in Form einer Unterlassungserklärung auf.

Die fünf Jahre alte Plattform vermittelt mit Hilfe einer Taxi-App Fahrgäste und Fahrer. Die Fahrer sind dabei entweder professionelle Mietwagen-Fahrer (Uber Black) oder private Autobesitzer (Uber Pop). Die Zahlung findet über die App statt; der Nutzer hat im Vorfeld entweder seine Kreditkarten- oder PayPal-Informationen hinterlegt. Uber finanziert sich, indem 20 Prozent des jeweiligen Fahrpreises einbehalten werden.

Berliner Senat folgt Hamburger Verbot
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Allerdings wären die Fahrer nicht überprüft und die Wagen nicht konzessioniert, teilte der Senat mit. Ergo: Im Schadensfall seien die Fahrgäste nicht versichert (MEEDIA berichtete). Uber-Manager Pierre-Dimitri Gore-Coty sieht das anders. „In Europa sind alle Fahrten neben der Haftpflichtversicherung der Fahrer zusätzlich über Uber versichert. Das heißt, wenn es einen Unfall mit einem Uber-Fahrer gibt, sind alle versichert – Fahrer, Passagiere und dritte beteiligte Personen“, erklärte Gore-Coty gegenüber Handelsblatt Online.

Entsprechend will Uber trotz einer Zwangsgeld-Zahlung von 25.000 Euro, die jedoch noch nicht rechtskräftig ist, sein Angebot weiter anbieten. In Hamburg war der Fahrdienst Ende Juli ebenfalls verboten worden, die Einstweilige Verfügung wurde dann jedoch wieder aufgehoben.

Uber zählt zu den ganz großen Erfolgsstories der „Shared Economy“ und wird nach jüngsten Investments in Höhe von 1,2 Milliarden Euro (unter anderem von Google) bereits mit 18 Milliarden Dollar bewertet. Bei den Nutzern ist Uber vor allem des niedrigen Preises beliebt: Die Fahrtkosten liegen nach eigenen Angaben unter den Taxi-Preisen. Außerdem wird der Preis vor Fahrtantritt durch die App ermittelt.

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