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Mobile Daumenschrauben: Facebook verprellt Nutzer mit Messenger-Zwang

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Beliebtes Kommunikationstool: 800 Millionen nutzen Facebooks Messenger

Ende vergangener Woche machte Facebook ernst: Wer weiter mobil über das größte soziale Netzwerk der Welt Nachrichten schreiben will, braucht dafür eine zusätzliche App – Facebooks Messenger. Wenig überraschend laufen die Nutzer Sturm gegen Mark Zuckerbergs mobile Daumenschrauben. Sie überziehen den zweitwertvollsten Internetkonzern der Welt im App Store mit üblen Bewertungen. 


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Facebook-Mitglieder, die mobil miteinander kommunizieren wollen, brauchen ab sofort eine zweite App aus Menlo Park – den Facebook Messenger. Das bestätigte Facebook in der vergangenen Woche gegenüber dem Techblog Mashable und setzt die Änderungen bei seinen inzwischen 1,3 Milliarden Mitgliedern nun graduell um.

Bereits im Frühjahr hatte Facebook erste Nutzer, die über die mobile App Nachrichten verschicken bzw. chatten wollten, dazu aufgefordert, den Facebook Messenger zu verwenden.  “Um weiter mobil Nachrichten zu versenden, müssen Nutzer die Messenger App installieren”, erklärte seinerzeit eine Sprecherin.

App Store-Nummer Eins mit schlechtester Bewertung

Facebook reagierte damit auf die immer noch zögerliche Verbreitung seines Messaging-Dienstes, wegen der das Social Network im Februar maßgeblich den boomenden Konkurrenten WhatsApp für 19 Milliarden Dollar erworben hatte.

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Die Messenger-Pflicht zeigt unterdessen sofort Wirkung. Die kostenlose Kommunikations-App ist inzwischen auf den ersten Platz in Apples App Store geschossen  – wird jedoch sowohl im deutschen als auch im US-Angebot mit dem denkbar schlechtesten Rating bewertet: nämlich mit nur einem Stern. Dass Facebook-Nutzern die angezogenen Daumenschrauben kaum gefallen würden, kann keine Überraschung sein.

„Ich lass mir keine App aufzwingen“

„Widerlich“, schreibt ein Nutzer. „Totaler Dreck“, findet das Angebot ein anderer. „Ich lass mir keine App aufzwingen“, zieht ein anderer User frontal gegen den Internetriesen in den Streik. „Wenn Facebook mir vorschreiben will, den Messenger zu benutzen, um unterwegs mit meinen Facebook-Freunden zu texten, dann höre ich einfach damit auf.“

Business Insider und die Huffington Post dokumentieren ähnliche Frust-Erlebnisse der Facebooker. Keine Frage: Mark Zuckerberg hat mit seinem rigiden App-Zwang einen Shitstorm verursacht. Ob der als äußerst standfest geltende 30-Jährige die Nutzer-Proteste wie fast immer in der Vergangenheit aushält, dürfte zur Existenzfrage der ungeliebten Kommunikations-App werden.

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