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Nach Murdochs Absage: 21st Century Fox gewinnt Duell der Bilanzen gegen Time Warner

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Rupert Murdoch (Foto: dpa)

Als folgte der Showdown einem Drehbuch, präsentierten am Mittwoch sowohl Time Warner wie auch 21st Century Fox wenige Stunde nach dem geplatzten Mega-Medien-Merger nacheinander ihre neuen Zahlenwerke. Rupert Murdoch lachte wieder einmal zuletzt: Sein Medienimperium verdient besser als der nun links liegen gelassene Konzern.

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Nach dem geplatzten Deal folgte Werbung in eigener Sache: Wer braucht wen eigentlich mehr – 21st Century Fox Time Warner – oder Time Warner die Milliarden Rupert Murdochs? Zunächst musste Time Warner am Mittwoch vor Handelsstart mit seiner neuen Bilanzvorlage Farbe bekennen.

Konzernchef Jeff Bewkes blieb mit seiner Geschäftsbilanz auf Kurs. Zwischen April und Juni verdiente der US-Traditionskonzern, der einst aus der Fusion von Time, Inc. und Warner Communciations entstanden war, mit 850 Millionen Dollar immerhin 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, auch wenn die Erlöse lediglich um drei Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar anzogen. Treiber war vor allem das boomende TV-Werbegeschäft, das von den Erfolgsserien „Game of Thrones“ und „True Detective“ des  Bezahlsenders HBO angetrieben wurde.

Fox verdient besser als Time Warner
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Acht Stunden später war es an Rupert Murdoch, mit seiner vor einem Jahr aus dem Medienkonglomerat News Corp. ausgegliederten Film- und Fernsehsparte  21st Century Fox nachzuziehen. Und Murdoch demonstrierte erwartungsgemäß Stärke – anders wäre die Dramaturgie des tags zuvor zurückgezogenen Übernahmeangebots auch kaum zu verstehen gewesen.

Der 83-jährige Medientycoon unterstrich eindrucksvoll, welcher der beiden Medienriesen aktuell besser verdient. 21st Century Fox natürlich: Gewinne in Höhe von 999 Millionen Dollar fuhr das 35 Jahre TV-Imperium bei Umsätzen von 8,42 Milliarden Dollar im abgelaufenen zweiten Quartal ein. Die Erlöse legten um 17 Prozent zu, maßgeblich angetrieben durch die Kabel-TV-Sparte (Fox News), deren Umsätze sogar um 38 Prozent anzogen.

Auch die Hollywood-Blockbuster „X-Men“ und „Rio 2“ fanden als dicke Kassenschlager in der Konzernbilanz des zweiten Quartals ihren Niederschlag. Rupert Murdoch hat einmal mehr die Muskeln spielen lassen – und die Wall Street applaudiert. Die Fox-Aktie legte nachbörslich um rund 3 Prozent zu, während Time Warner gestern vor allem wegen des zurückgezogenen Kauf-Offerte 13 Prozent an Wert verlor.

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