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Facebook Mentions startet in Deutschland: Das müssen Sie über die Promi-App wissen

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Neuer Monat, neue App: Mit "Mentions" setzt Facebook seine Multi-App-Strategie fort, die mit "Paper" begann, mit "Slingshot" fortgeführt wurde und nun mit einer Software speziell für Menschen und Gruppen mit vielen Anhängern einen weiteren Ableger bekommt. Das Besondere: Die App dürfen nur die Wenigsten nutzen.

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Wer diese App nutzen darf, der gehört zum Club: Zum Club jener Menschen, die auf Facebook über eine große Schar von Anhängern verfügen und dazu „verifizierte Personen“ sind. Denen will das Social Network mit der neuen App „Mentions“ helfen, noch effektiver und häufiger mit ihren Fans in Kontakt zu treten. Denn Facebook weiß: diese „Influencer“ sind es, die dafür sorgen, dass sich Nutzer weiterhin auf Facebook engagieren.

1 Milliarde Interaktionen haben rund 800 Millionen Nutzer erzeugt, die Seiten von Musikern, Sportlern oder Schauspielern geliked haben. Während Facebook den Prominenten eine simple, aber potenziell mächtige Plattform zur Steigerung der eigenen Reichweite gibt, sorgen diese wiederum für ein gesteigertes Engagement der Nutzer, die wiederum mehr Zeit im Social Network verbringen und damit die Werbeeinnahmen erhöhen.

Mit „Mentions“ sollen Prominente nun einen verbesserten Überblick bekommen, wie und was im Social Network über sie diskutiert wird. Daher auch der Name – „Mentions“ heißt übersetzt „Erwähnungen“. Aktuell bietet die App drei Funktionen:

See what fans are saying

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Über diesen App-Bereich bekommt der Promi Zugriff auf alle Erwähnungen, eingelaufene Kommentare und Nachrichten an seine Person. Diese werden praktisch in einem eigenen News-Stream angezeigt. Das soll den Dialog zwischen Fans und VIPs vereinfachen.

Tell your story

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Neu ist auch das Segment „Tell your story“. Klar, hier können Promis in gewohnter Manier Texte, Bilder und Videos hochladen und mit ihren Fans teilen. Allerdings kann die neue App noch mehr. In einem speziellen Q&A-Bereich können die VIPs auf Fragen aus der Community antworten – ein Feature, das vor allem auf Reddit für Aufsehen gesorgt.

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Join popular conversations

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Praktisch, um an aktuellen Diskussionen teilzunehmen: Facebook listet in „Mentions“ auch die Trending Topics auf Facebook. So können Prominente zügig einen relevanten Post zu einem Thema absetzen und sich dadurch besser ins Gespräch bringen.

Wie komme ich an die App?

Kostenlos herunterladen kann „Mentions“ jeder, nutzen lässt sich die Software aber nur als Person oder Gruppe mit „verifiziertem“ Account. Damit will das Social Network garantieren, dass es sich um die echte Person oder Gruppe handelt. Das ist nur vernünftig. Schließlich wissen Fans dann, hinter welcher Seite die echte Person oder Gruppe steckt – und Trittbrettfahrer haben weniger Chancen, den Namen von Prominenten zu missbrauchen. Facebook wiederum profitiert, weil Betrüger dann weniger Chancen haben, diese User-Experience zu trüben.

Wie bekommt man einen verifzierten Account? Formulieren wir es einmal so: Ein direkter, persönlicher Draht zu Facebook schadet nicht. Das Unternehmen schreibt auf der entsprechenden Hilfe-Seite: „Einige bekannte öffentliche Persönlichkeiten und Seiten mit vielen Abonnenten werden von Facebook verifiziert, dass sie eine authentische Identität haben.“ Weiter heißt es: „Beachte jedoch, dass nicht alle authentischen Profile und Seiten verifiziert sind und du eine Verifizierung deines Profils oder deiner Seite nicht anfordern kannst.“ Tatsächlich geht Facebook die Seiten mitunter von Hand durch und kontaktiert bei Bedarf das Management von Künstlern.

Facebook wird persönlicher

So ist „Mentions“ im weltgrößten Social Network für diejenigen, die sie nutzen dürfen, vor allem eines: ein Privileg. Hier sagt der Club-Besitzer: „Hey, Du bist cool, Du darfst in die VIP-Lounge.“ Das dürfte die Verifizierung von Accounts künftig ungleich populärer machen. Gleichzeitig erinnert das Vorgehen ein wenig an die Arbeitsweise von YouTube, die gezielt erfolgreiche YouTuber mit einer aktiven Fanbase ansprechen und in der Folge an Werbeerlösen beteiligen.

Waren die bisherigen App-Launches in diesem Jahr vor allem dazu da, die Nutzungsdauer in Facebooks Ökosystem zu erhöhen, dann ist Mentions so etwas wie ein Dankeschön. Ein Dankeschön an diejenigen, die die Nutzer jeden Tag dazu bringen, sich ins Social Network einzuloggen. Und ein Versprechen gleichermaßen. Ein Versprechen, künftig mit den einflussreichen Personen und Gruppen im Netzwerk stärker zusammenzuarbeiten. Eine Entwicklung, die das von vielen als US-zentriertes Unternehmen wahrgenommene Social Network persönlicher macht.

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