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Twitter, LinkedIn & Co: der heiße Sommer der Social Media-Aktien

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Es war eine raue Handelswoche rund um den Globus: Technologie- und Internetaktien kamen so hart unter den Hammer wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Doch ausgerechnet die extrem hoch bewerteten Social Media-Aktien trotzten dem Abwärtstrend nach starken Quartalszahlen – Facebook, Twitter und vor allem LinkedIn begeistern Investoren wieder. Doch es gibt auch mahnende Stimmen zum neuen Aufschwung…

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Man kann es ein erstaunliches Comeback nennen. Drei bis vier Monate ist es her, als hoch gewettete Internetaktien wie LinkedIn oder Twitter brutal an der Wall Street abstürzten. Der 140 Zeichen-Dienst verlor in der Spitze fast zwei Drittel von seinen Höchstkursen, während sich andere Social Media-Lieblinge wie LinkedIn und Yelp fast halbierten.

Rund ein Quartal später wird deutlich, dass die turmhohen Wachstumshoffnungen des hippen Sektors keinesfalls unberechtigt sind – die Zahlenwerke von Facebook, Twitter und vor allem LinkedIn konnten überzeugen. Der Kurzmitteilungsdienst verblüffte Analysten vergangene Woche mit einem stärkeren Nutzerwachstum und – ebenso wie Yelp – vor allem einem Sprung in die Gewinnzone vor Sonderposten.

LinkedIn und Twitter ziehen nach Quartalszahlen an

Facebook präsentierte eine Woche zuvor ein beeindruckendes Zahlenwerk, bei dem erneut das Mobilwachstum glänzte. LinkedIn drückt die immer schnellere Expansion zwar operativ marginal ins Minus, doch die Wall Street erfreute sich vor allem an der Umsatzdynamik.

Lohn der Bilanzen: Ein ansehnliches Kursplus bei Facebook und regelrechte Explosionen bei LinkedIn und Twitter, die die Anteilsscheine des 140-Zeichen-Dienstes in der Spitze um über 30 Prozent in die Höhe schnellen ließen, ehe die Gewinnmitnahmen einsetzten. Anteilsscheine von LinkedIn verteuerten sich unterdessen um 12 Prozent und durchbrachen erstmals seit März wieder die Marke von 200 Dollar.

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Vorsicht angesichts Bewertungen geboten

Sind das Business-Netzwerk und der Kurzmitteilungsdienst wieder auf dem Weg zu alten, neuen Allzeithochs? Anders als Facebook, das direkt nach Bekanntgabe der Geschäftsdaten für das zweite Quartal bei 76 Dollar auf neue Allzeithochs sprintete, ist der Abstand bei LinkedIn (22 Prozent) und vor allem Twitter (42 Prozent) doch enorm.

Geht es nach dem Vermögensverwalter Tim Melvin, ist weiter Vorsicht geboten. „Wenn wenn ich sagen würde, dass Social Media die größte Erfindung nach der Druckerpresse ist, würde das nicht die aktuellen Bewertungen rechtfertigen“, mahnt Melvin auf der Finanzwebseite Realmoney.com an.

Facebook wird aktuell mit 188 Milliarden Dollar bewertet, Twitter mit 26 Milliarden, LinkedIn mit 25 Milliarden. 

Während Facebook auf dem Weg ist, dieses Jahr netto mehr als drei Milliarden Dollar zu verdienen, fahren geringer bewertete Weltunternehmen wie Coca Cola oder AT&T diese Summen (fast) pro Quartal ein. LinkedIn und Twitter kämpfen dagegen weiter um die schwarze Null, sind aber an der Börse doppelt soviel wert wie Europas größte Fluggesellschaft, die Deutsche Lufthansa. Die Kluft zwischen Begeisterung und Bewertung – sie bleibt bei Social Media-Aktien groß.

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