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Klotzen, nicht kleckern: Bauer will 100 Millionen Euro in Startups stecken

Verlegerin Yvonne Bauer: neue Produkte gegen den Negativ-Trend im Printmarkt
Verlegerin Yvonne Bauer: neue Produkte gegen den Negativ-Trend im Printmarkt

Aus dem digitalen Schlummer erwacht ist Bauer Media. Das Medienunternehmen gründet den Wagniskapitalfinanzierer Bauer Venture Partners. 100 Millionen Euro will Bauer in zehn Jahren in Startups und junge Technologieunternehmen stecken. Als Partner holt sich der Verlag den Investoren Thomas Preuß.

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Die Aktivitäten von Bauer Media in der digitalen Welt beschränkten sich bisher weitgehend auf die Entwicklung von Websites (u.a. Wunderweib) und Apps. Was man als Verlag, der den Renditechancen des digitalen Publizierens eher misstraut, so macht.

Auf ganz neues Terrain begibt sich Bauer nun mit Gründung der „Bauer Venture Partners“. Der Investor soll phasenunabhängig arbeiten, d.h. sowohl frühe wie weit entwickelte Unternehmen unterstützen. Es gehe um „hochskalierbare, digitale Geschäftsmodelle“. „Wir verstehen uns als Partner auf Augenhöhe und möchten helfen, die Unternehmen gemeinsam mit den Gründern aufzubauen und bis zu einem erfolgreichen Exit weiterzuentwickeln“, sagt Thomas Preuß, der als Gründer und Geschäftsführer der Bauer Venture Partners GmbH firmiert. Preuß war u.a. Managing Partner bei Neuhaus Partners.

Die Neugründung sei ausschließlich renditeorientiert, sagt Konzerngeschäftsleiter Andreas Schoo. Bauer verspreche sich auch den Zugang zu neuen Technologie und Innovationen. Aber: mit dem Kerngeschäft, dem Verlegen von Zeitschriften, wird der Fonds nichts zu tun haben. Sollte es positive Nebeneffekte geben – gut. Im Fokus steht aber offensichtlich das Ziel, mit viel Geld noch mehr Geld zu erwirtschaften.

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Die Firma wurde am 22. Juli im Handelsregister eingetragen.

Bauer-Verlegerin Yvonne Bauer hat erkannt, dass sich in der digitalen Welt trotz aller Unkenrufe Geld verdienen lässt – und dieses Feld nicht allein medienfremden Investoren gehört.

Als Summe sind die 100 Millionen Euro, die verteilt werden sollen, viel. Zerlegt in zehn Jahre ist die Summe freilich nicht groß genug, um große, etablierte Tech-Firmen zu übernehmen. Hier werden mittlerweile ganz andere Summen aufgerufen.

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