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Individualisiert Informieren: Buzzfeed plant neue Nachrichten-App

BuzzFeed-Gründer und CEO Jonah Peretti
BuzzFeed-Gründer und CEO Jonah Peretti

Während hierzulande noch die Vorbereitungen für die Gründung des Deutschlandablegers von Buzzfeed laufen, tüftelt das Mutterunternehmen in den USA bereits an neuen Ideen für die Verbreitung von Content in der digitalen Welt. Über eine Nachrichten-App sollen Nutzer in Zukunft Informationen zu personalisierten Relevanzkriterien erhalten.

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Wie die neue App genau aussehen soll, ist noch nicht klar. Ben Smith, Chefredakteur bei Buzzfeed, hat aber bereits einige Ideen gesammelt, wie das Nieman Journalism Lab berichtet:

Angelehnt an den Nachrichtendienst Circa soll die Buzzfeed-News-App dem Nutzer Informationen zum einen ansprechend und der mobilen Nutzen angemessen aufbereiten. Zum anderen sollen die Inhalte der App nach individuellen Relevanzkriterien wie geografischer Nähe oder Interessen personalisiert und selektiert werden – Smith verweist in diesem Zusammenhang auf die News App von NBC News Digital. „Wir wollen Leser erreichen, die mehr wollen als nur eine Liste davon, was passiert ist. Die Herausforderung wird sein, einen Content-Stream zu erschaffen, der sowohl den individuellen Nutzer interessiert als auch die wichtigsten Headlines liefert“, zitiert das Niemanlab Smith.

Die Inhalte der Nachrichten sollen dabei keineswegs nur von der Buzzfeed-Redaktion stammen, im Gegenteil: “Ich glaube nicht, dass man gute Nachrichten machen kann, solange man sich für die einzige Nachrichtenorganisation hält, die relevante Inhalte produziert. Das ist verrückt.“ Heutzutage, so Smith weiter, interessiere die Nutzer nicht, woher die Informationen stammen. Es gehe ihnen vor allem darum, sie schnell zu bekommen.

Viel wichtiger als die eigene Nachrichtenproduktion sei daher das Kuratieren von Inhalten. Diese Fähigkeit lege der Chefredakteur auch seinen Personalentscheidungen zugrunde, die im Zusammenhang mit der geplanten App anstehen: Derzeit plane das US-Unternehmen die Etablierung einer sechsköpfigen Redaktion.

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Die bisherige Buzzfeed-App, so Smith, erfülle im Vergleich eine eher unterhaltende Funktion. Am ehesten könne man die geplante App noch mit dem Buzzfeed News-Kanal auf Twitter vergleichen: „Der heutige Puls der Nachrichten ist Twitter.“

Die Zielgruppe vergleicht Smith mit dem, was für ihn einmal Zeitungsabonnenten gewesen sind: Gebildete, informierte Menschen, die wissen wollen, was in der Welt passiert, ohne aber alle vier Minuten darüber informiert werden zu müssen. „Sie wollen ihre Nachrichten wahrscheinlich etwas öfter als ein Mal täglich und, wenn etwas großes passiert, auch sofort. Gleichzeitig wollen sie eine vertrauenswürdige Stimme, die ihnen hilft, sich durch das unglaublich laute, chaotische Social News Web zu navigieren.“

Wann die geplante App an den Start geht, ist noch ungewiss und hängt vor allem davon ab, wie schnell Buzzfeed die benötigten kreativen Köpfe für das Vorhaben zusammen bekommt.

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