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ProSiebenSat.1: Digital Commerce als Wachstumsmotor, Ausbau geplant

Thomas Ebling, CEO der ProSiebenSat. 1 Media Group, will das E-Commerce-geschäft weiter ausbauen
Thomas Ebling, CEO der ProSiebenSat. 1 Media Group, will das E-Commerce-geschäft weiter ausbauen

Nachdem auch das zweite Quartal 2014 der ProSiebenSat.1 Group profitable Wachstumszahlen beschert, blickt die Mediengruppe zuversichtlich ins zweite Halbjahr. Der Konzern rechnet mit weiteren Umsatzsteigerungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und will seine Position besonders im E-Commerce-Segment ausbauen.

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Insgesamt stieg der Konzernumsatz im zweiten Quartal um 10,6 Prozent auf 691,1 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im ersten Quartal dieses Jahres kletterte der Umsatz nur um 3,3 Prozent. Mit einem Wachstum von 4,8 Prozent auf 219,1 Millionen Euro zeichnet auch der operative Gewinn vor einmaligen Ausgaben (recurring Ebitda) gegenüber dem Vorjahresquartal ein positives Bild. Der bereinigte Konzernüberschuss der Unterföhringer Mediengruppe stieg hier um 3,6 Prozent auf 108,1 Millionen Euro (Vorjahr: 104,3 Millionen). In der Halbjahresbilanz verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 1,272 Milliarden Euro und konnte diesen im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent steigern.

Rückgang im Zuschauersegment durch Fußball-WM geringer als erwartet

Vor allem mit dem Distributionsgeschäft im Deutsch-sprachigen Segment konnte ProSiebenSat. 1 seine Marktposition ausbauen: So stieg die Zahl der HD-Free-TV-Nutzer im zweiten Quartal 2014 um 33 Prozent auf 4,8 Millionen. Die Mediengruppe wolle damit ihre Unabhängigkeit von klassischen TV-Werbemarkt stärken. Wegen der positiven Entwicklungen kündigte das Unternehmen in diesem Zusammenhang an, die Zusammenarbeit mit UnitymediaKabelBW ausbauen und verlängern zu wollen. Auch im TV-Werbemarkt verzeichnet die Medeingruppe stabile Zahlen mit einem kleinen Zuwachs im Brutto-TV-Werbemarktanteil um 1,7 auf 44,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Zuschauermarktanteil mussten die Unterföhringer zwar Einbußen hinnehmen, vermelden mit einem Minus von 0,4 Prozentpunkten aber den bislang niedrigsten Rückgang bei Fußball-Weltmeisterschaften. Zurückzuführen sei dies im Wesentlichen auf das anhaltende Wachstum der relativ neuen Spartensender sixx, Sat.1 Gold und ProSieben Maxx.

E-Commerce-Segment weiter ausbauen
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Besonders stark entwickelt sich der Konzern im Segment Digital und Beteiligungsgeschäft: Nach einem Umsatzplus von 32,6 Prozent auf 149,2 Millionen Euro seien die Umsätze im zweiten Quartal signifikant gestiegen. Der um Einmaleffekte bereinigte Editba stieg um 26,2 Prozent auf 30,8 Millionen Euro. Die Sparte macht damit 21,6 Prozent des Gesamtkonzernumsatzes aus. Stärkster Wachstumstreiber waren hier das Digital-Commerce-Geschäft, unter anderem durch die im Januar 2014 erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Reiseportale weg.de und ferien.de

Eigenen Angaben zufolge wolle ProSiebenSat. 1 seine Position im E-Commerce weiter ausbauen und plane zusätzliche Investitionen im Bereich Beauty & Accessoires sowie Home & Living, unter anderem über eine stärkere Beteiligung am Kosmetik-Onlineshop Falconi und einer Mehrheitsbeteiligung an moebel.de.

Optimistischer Blick ins zweite Halbjahr 2014

Im internationalen Geschäft vermeldet die Mediengruppe zwar externe Umsatzsteigerungen, büßt im bereinigten operativen Gewinn jedoch ein Minus von 1,7 Millionen im Vorjahresvergleich ein. Insgesamt belief sich das Finanzergebnis im zweiten Quartal 2014 auf minus 22,2 Millionen Euro, was ProSiebenSat. 1 Mediengruppe auf einmalige Aufwendungen im Zuge der Refinanzierung im April dieses Jahres sowie Wertberichtigungen auf Finanzbeteiligungen zurückführt. Insgesamt bewertet Thomas Ebling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat. 1 Media AG, die Entwicklungen aber durchweg positiv und erwartet weiteren Wachstum in Konzernumsatz, -überschuss und Ebitda: „Wir haben unseren Umsatz im zweiten Quartal in allen Kernbereichen dynamisch gesteigert und sind damit weiter profitabel gewachsen. Untere TV-Werbeumsätze sind erneut gestiegen. Gleichzeitig entwickelten sich unsere Distributionserlöse sowie unser Digital & Adjacent-Geschäft sehr positiv. Damit starten wir optimistisch in das zweite Halbjahr.“

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