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Top-Manager von Burda Russland war Stasi-Mitarbeiter

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Titel von Burda Russland

Ein Topmanager von Burda Russland hat für das DDR-Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet. Die Tageszeitung Die Welt veröffentlichte am Montag Hintergründe. Bei Burda heißt es auf MEEDIA-Nachfrage, der Verlag nehme die Sache "sehr ernst" und führe Gespräche mit dem Mann.

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Andreas Setzepfandt lebt laut Welt seit 15 Jahren in Moskau. Bei Burda Russland ist er Vizegeneraldirektor und Personalchef. In Burdas Moskauer Dependance erscheinen u.a. Ausgaben von Burda Moden, Playboy, Chip, etc.

Als junger Mann, enthüllte jetzt die Welt, sei der heutige Top-Manager hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit gewesen. „Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und führen entsprechende Gespräche mit Herrn Setzepfandt dazu“, heißt es auf Nachfrage. „Seine 15-monatige Mitarbeit beim MfS liegt bereits 24 Jahre zurück. In der Gesamtbewertung überwiegt für uns seine gute Leistung als Mitarbeiter bei Burda Russland in den letzten neun Jahren. Hier gab es keine Beanstandungen“ heißt es weiter.

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Setzepfandt sei zudem in der Bundesrepublik Deutschland als Rechtsanwalt zugelassen. Burda: „Bei seiner Zulassung am Oberlandesgericht Dresden hat er seine Tätigkeit für das MfS vollständig angegeben.“ Seinen Arbeitgeber und beispielsweise die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer, bei der eine Funktion bekleidet, informierte er allerdings nicht. Gegenüber der Welt sagte der Manager, seine Tätigkeit sei ein Fehler gewesen: „Heute würde ich anders entscheiden.“

Die Welt stellt weiterhin einen Zusammenhang zu einem Vorfall vom Februar her. Damals kündigte ein Mitarbeiter der russischen Computer Bild unter nicht ganz aufgeklärten Umständen. Der Redakteur Dmitri Schulgin hatte auf einem privaten Facebook-Profil die Ukraine-Politik Russlands kritisiert. Der Personalchef hatte damals die Kündigungspapiere unterschrieben. Bei Burda heißt es, Schulgin habe freiwillig gekündigt, der Journalist hatte das im Februar bestritten. Bei Burda sieht man keinen Zusammenhang zwischen der Stasi-Tätigkeit des Personalchefs und der Kündigung des Redakteurs.

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Alle Kommentare

  1. Wann hört endlich diese übersteigerte und übertriebene Hexenjagd auf? Welcher Vergehen hat sich Herr Setzepfandt schuldig gemacht? Ach so verstehe – journalistisches Sommerloch! Na denne mal die Kanonen rausjeholt für die Spatzen! Ich schäme mich für euch! Viel Kraft wünsche ich Herrn Setzepfandt!

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