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Bittere Ironie: Abendzeitung München (vorläufig) gerettet, Druckerei dafür tot

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Die Münchner Druckerei, die bisher die Abendzeitung München gedruckt hat, muss voraussichtlich Ende des Jahres ihren Betrieb schließen. Einen Bericht des Focus bestätigte die Frankfurter Societät am Montagmittag gegenüber MEEDIA. Die Druckerei gehört zur FAZ-Gruppe. Die AZ wird anderweitig gedruckt, Folgeaufträge seien nicht in Sicht.

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Es ist eine bittere Ironie: Erst litt die Abendzeitung München unter einem Knebelvertrag mit der Süddeutsche Societäts-Druckerei GmbH. Ein vor vielen Jahren ausgehandelter Druckvertrag kostete den Verlag der Abendzeitung viele Millionen Euro mehr als der Marktpreis. Die AZ meldete Insolvenz an – der Vertrag konnte neu ausgehandelt werden, zu besseren Konditionen.

Mit der Übernahme der Abendzeitung München durch den Verleger Martin Balle stellt sich nun die Lage so dar: Abendzeitung ist vorläufig gerettet, dafür ist die Druckerei voraussichtlich tot. Denn Balle lässt in seiner eigenen Druckerei in Straubing drucken, er ist der Verleger u.a. des Straubinger Tagblatts.

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Der Abendzeitung-Auftrag habe 50 Prozent des Gesamtvolumens der Tochter der Frankfurter Societät (gehört zur FAZ-Gruppe) ausgemacht, heißt es offiziell. Die andere Hälfte waren Aufträge für FAZ und FAS. „Folgeaufträge mit einem relevanten Volumen sind nicht in Sicht“, so Burkhard Petzold, der Geschäftsführer.

Von der möglichen Schließung betroffen sind 100 Facharbeiter. Gespräche über einen Sozialplan wurden bereits aufgenommen.

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