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Geliehen statt geschenkt: Nowitzki-Doku sammelt Geld für internationalen Vertrieb über Crowdlending

Der digitale Kreditmarktplatz Zencap sammelte 100.000 Euro für die internationale Verbreitung der Nowitzki-Doku ein, die im September in die Kinos kommt
Der digitale Kreditmarktplatz Zencap sammelte 100.000 Euro für die internationale Verbreitung der Nowitzki-Doku ein, die im September in die Kinos kommt

Mitte September läuft der Film "Dirk Nowitzki - Der perfekte Wurf" in deutschen Kinos an. Für die Finanzierung des internationalen Rechtevertriebs startete die verantwortliche Produktionsfirma eine Crowdlending-Kampagne und schaffte es in nur 24 Stunden über die Online-Kreditplattform Zencap 100.000 Euro Darlehen einzusammeln.

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Mit dem Gemeinschaftskredit über 100.000 Euro will die Produktionsfirma Broadview TV GmbH des Produzenten und Emmy-Preisträgers Leopold Hoesch den internationalen Vertrieb der Notwitzki-Dokumentation finanzieren. Der Film kommt am 18. September in die deutschen Kinos und erzählt von der Erfolgsgeschichte des deutschen Basketball-Stars, der sich aus einer kleinen Provinz-Turnhalle bis in die großen Arenen der NBA hochgespielt hat.

Crowdlending als Alternative zu traditionellen Anlagemodellen

Das Konzept hinter dem Online-Kreditmarktplatz Zencap nennt man auch Crowdlending: Im Gegensatz zum Crowdfunding werden hier Projekte nicht einfach nur gegen den Erhalt eines Dankeschöns unterstützt – die Geldgeber werden vielmehr zu echten Anlegern. Das gesammelte Kapital wird dabei als Kredit ausgegeben. Bei Erreichung der benötigten Finanzierungsgrenze zahlen die Kreditnehmer ihr Darlehen monatlich und verzinst an die Investoren zurück. Gedacht ist die Plattform für mindestens zwei Jahre alte, mittelständische Unternehmen. Unterstützt wird das Filmprojekt darüber hinaus von der Film- und Medienstiftung NRW sowie der Bundesfilmförderung FFA und DFFF.

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„Es freut uns sehr, dass dieses einmalige Projekt bei Anlegern so eine positive Resonanz erhalten hat und wir die Finanzierung innerhalb von nur 24 Stunden erfolgreich abschließen konnten. Dieses Beispiel zeigt uns, dass das Konzept des Crowdlending für viele Sparer bereits eine gute Alternative zu traditionellen Anlagemodellen darstellt“, sagte dazu Christian Grobe, Gründer und Geschäftsführer von Zencap. Auch Produzent Leopold Hoesch ist von Vorteilen des Finanzierungskonzepts begeistert: „Crowdlending ist neben der staatlichen Filmförderung ein großartiges Werkzeug für die Finanzierung von Filmprojekten. Gerade in der Filmbranche entscheiden die Konditionen der Finanzierungen häufig über die Realisierbarkeit von Ideen, weshalb wir immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind.“ 

Teil der Start-up Schmiede Rocket Internet

Das Unternehmen Zencap wurde erst im März dieses Jahres von Christian Grobe und Matthias Knecht gegründet und gehört zur Berliner Start-up Schmiede Rocket Internet der Samwer-Brüder. Mit dem Crowdlending-Konzept soll Zencap vor allem Banken im Bereich der Mittelstandskredite Konkurrenz machen. Um Risiken so gut wie möglich entgegenzuwirken, würden Kreditwürdigkeit und das Geschäftsmodell dabei gründlich geprüft, wie die Gründer gegenüber dem Handelsblatt betonen: „Unsere Kreditnehmer würden auch bei einer Bank Geld bekommen.“ Kann ein Unternehmen einen Kredit wider aller Erwartungen nicht zurückzahlen, haftet Zencap als Vermittler jedoch nicht.

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