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Netflix: Video-Streamingportal plant Deutschlandstart schon für September

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Die Europapläne des Stremingportals Netflix werden konkreter: Bereits im September will das Unternehmen sein Video-on-Demand-Geschäft auch in Deutschland starten. Zeitgleich soll das Angebot in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Belgien gelauncht werden. Die Expansionspläne hatte CEO Reed Hasting bereits im Mai bekannt gegeben, sich über den genauen Starttermin bislang aber ausgeschwiegen.

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Den Termin für den Deutschland-Start gab Netflix am Montag bei Vorlage der aktuellen Geschäftszahlen bekannt, wie unter anderem die New York Times berichtet. Offen bleibt nach wie vor, wieviel ein Abonnement der Online-Videothek in Deutschland kosten soll. In den USA zahlen Nutzer im Monat 7,99 Dollar, umgerechnet rund 5,90 Euro. Auch die Inhalte des Europa-Angebots sind noch ungewiss, weil Lizenzrechte für Serien in jedem Land separat ausgehandelt werden müssen.

Über Expansionspläne redet Netflix bereits seit Anfang des Jahres und gab im Mai bekannt, weitere Standbeine unter anderem in der europäischen DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) aufbauen zu wollen. CEO Reed Hastings hatte sich dafür Anfang des Jahres 400 Millionen Dollar geliehen, um über ausreichend finanzielle Mittel für Rechtepakete zu verfügen.

„Der Start in Märkten mit zusammen über 60 Millionen Breitband-Haushalten wird unsere europäische Präsenz signifikant ausbauen und unseren theoretisch erreichbaren Markt auf 180 Millionen Haushalte erweitern“, zitiert das Handelsblatt nun den  Vorstandschef.

Mehr als 50 Millionen zahlende Kunden

Mit seinem Video-on-Demand-Angebot hat das Portal den US-Fernsehmarkt aufgemischt. Laut Geschäftsbericht knackte das Unternehmen im vergangenen Quartal erstmal die 50 Millionen Nutzer-Grenze und steigerte die Zahl seiner zahlenden Kunden innerhalb eines Jahres um 34,7 Prozent. Während das Wachstum in den USA langsam schwächer wird, steigt die Nachfrage in den ausländischen Märkten weiter an. Bisher ist das Angebot besonders in Kanada und Lateinamerika verbreitet. In Europa ist das ist Netflix zudem in Großbritannien, Irland und Skandinavien aktiv.

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Mit den Nutzerzahlen ist auch der Umsatz der Online-Firma gestiegen: Im ersten Halbjahr 2014 vermeldet Netflix einen Zuwachs um ein Viertel auf 2,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn vervierfachte sich im Jahresvergleich auf 124 Millionen Dollar.

Ursprünglich ein DVD-Verleih

Gestartet war das Unternehmen 1997, zunächst als DVD-Verleih ohne Säumnisgebühren. Mit dem Aufkommen und der Verbreitung schneller Internetverbindungen führte Netflix 2007 einen Online-Dienst ein, über den Nutzer die Filme streamen können. Bekanntheit erlangte der VoD-Anbieter zuletzt mit erfolgreichen Eigenproduktionen wie den Serien „House of Cards“ mit Kevin Spacey oder „Orange is the New Black“. Heute verfügt Netflix über eine Online-Videothek von mehr als 10.000 Filmen und TV-Serien, die sich Nutzer weltweit in Originalsprache mit Untertitel online anschauen können.

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