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Konferenzen im Dunkeln und Billig-Grabschmuck: die besten Anekdoten über die Aldi-Pfennigfuchser

Vergangene Woche gestorben: Karl Albrecht.
Vergangene Woche gestorben: Karl Albrecht.

Rund um die Gebrüder Theo und Karl Albrecht gab es in den vergangenen Jahrzehnten zahllose Gerüchte und Geschichten. Die Aldi-Brüder wurden zu den reichsten Menschen Deutschlands, weil sie sparsam waren. Zum Tod von Karl Albrecht erinnern sich Medien an die Anekdoten über die Pfennigfuchser. MEEDIA fasst die skurrilsten Aldi-Geschichten zusammen.

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1. Für Konferenzen braucht es kein Licht

Die Gebrüder Albrecht müssen große Fenster geliebt haben. Denn so lässt sich künstliches Licht sparen – und damit Geld. Wie Süddeutsche.de schreibt, sollen die Geschwister beim Betreten von Räumen immer zuerst das Licht ausgeschaltet haben. Ihren Sparzwang sollen die Manager sogar bei wichtigen Konferenzen nicht abgelegt haben. Laut Zeit.de werde gemunkelt, man habe lieber im Halbdunkeln diskutiert. Zudem hätten die reichsten Männer Deutschlands darauf geachtet, dass Bleistifte bis zum Stummel heruntergeschrieben wurden. Selbst Briefpapier mit vierstelligen Postleitzahlen sei nach der Änderung auf fünf Stellen weiter verwendet worden.

2. Eigener Geschmackssinn ist günstiger als der von Instituten

Zeit Online erinnert an Geschichten, laut denen die Aldi-Gründer sogar Geld bei Produkttests gespart haben sollen. Statt teure Institute zu beauftragen, hätten Karl und Theo Albrecht sich selbst hingesetzt, um die Ware auf Aldi-Standards zu prüfen. Wie den meisten Journalisten ohnehin bekannt sein dürfte, spart sich Aldi (Nord) auch eine Pressestelle. Der Grund dahinter dürfte aber wohl eher die „Kommunikationsfreude“ der Albrechtbrüder sein.

3. Theo Albrecht feilschte selbst um sein eigenes Lösegeld

Mit dem Reichtum kam bei Theo und Karl auch die Abschottung. Selten wurden die Geschwister in der Öffentlichkeit gesehen. Einen völligen Rückzug gab es nach der Entführung Theo Albrechts 1971. Wie ebenfalls Zeit Online berichtet, soll das Lösegeld damals nur sieben Million Mark betragen haben, weil der Entführte selbst „hartnäckig“ mit seinen Kidnappern verhandelte. In Polizei- und Gerichtsakten hieß es zudem, dass die Entführer vor dem Überfall Theo Albrechts Personalausweis kontrolliert hätten, weil das Opfer einen „schäbigen“ Anzug getragen haben soll. Danach investierten die Brüder in ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit. Um seinem Hobby in Ruhe nachzukommen – heißt es -, habe Karl Albrecht 1976 das Golfhotel Öschberghof bei Donauscheschingen gekauft. Praktischer Nebeneffekt: Während er Golf spielte, warf das Hotel Rendite ab. Um von seiner Villa auf dem Gelände ungestört aufs Green zu kommen, habe er sich extra einen Tunnel bauen lassen, schreibt Bild.

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4. Keine Schulden, niemals!

Das Aldi-Imperium beruht auf dem simplen Konzept: ein überschaubares Sortiment in übersichtlicher Umgebung zu möglichst günstigen Preisen. Wie Spiegel Online analysiert entstand dieses Erfolgsrezept aus der Not heraus. „Ihnen fehlte schlicht das Kapital, um eine größere Auswahl anzubieten.“ Kapital holten sich die Aldi-Brüder übrigens nie von Dritten. Laut Bild hatte das Unternehmen niemals Verbindlichkeiten gegenüber Banken. Im Gegenteil: Karl soll darauf bestanden haben, Milliarden von Euro zurückzuhalten, um liquide zu bleiben.

5. Billiger Tod – Grabschmuck im Sonderangebot

Selbst an die Kosten bei ihrem Ableben haben die Gebrüder gedacht. Zwar ist immer noch nicht wirklich bekannt, wo die Albrecht-Brüder bis zu ihrem Tod gewohnt haben. Dafür war die Grabstätte bereits vor Jahren in der Presse. 69.000 Mark haben damals zwei Grabstellen auf dem städtischen Friedhof in Essen gekostet. Insgesamt acht Stück soll Karl 1997 vorsorglich gekauft haben. Diese lagen solange brach, bis die Verwaltung die Albrechts ermahnte. Erst dann ließen sie die Gräber bepflanzen – mit Rhododendren und Eiben aus dem eigenen Aldi-Sonderangebot. Gespart wurde auch bei der Beisetzung Theo Albrechts im Jahr 2010 – anwesend war nur eine kleine Gesellschaft von 30 Leuten, auch auf einen Grabredner wurde verzichtet. Bei Karl Albrecht soll es ähnlich gewesen sein. Angeblich hat Theo Albrecht (Aldi Nord) das nördliche, und Karl Albrecht (Aldi Süd) das südliche Grab erhalten.

 

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