Anzeige

John Cleese vs. Michael Palin: Die brillante Fanpost-Battle von Monty Python bei Twitter

Cleese-Palin-Briefe.jpg

Kaum etwas scheint weiter von einander entfernt zu sein, als altmodische postalische Fanpost und Social Media. Wie das aber mit Gegensätzen so ist, wird es immer dann besonders lustig, wenn sie aufeinander treffen. So geschehen bei Twitter. Dort veröffentlichte Matt Hyde eine mit Schreibmaschine getippte Antwort von Monty Python-Star John Cleese. Wenig später meldete sich auch noch Michael Palin zu Wort. Wiederum via Brief, doch diesmal per Hand und offenbar mit letzter Kraft geschrieben.

Anzeige
Anzeige

Ausgangspunkt des Schlagabtausches war die Anfrage von Matt Hyde an Cleese, ob dieser einen Fanclub habe. Warum Hyde den Komiker das fragte, ist unklar. Zudem ist er kein Journalist, sondern Chef der britischen Scout Association, einer der größten Jugendorganisationen Englands.

In seiner Antwort tippte Cleese, dass er „so wichtig“ sei, dass er keine Briefe an Personen wie ihn (Hyde) schreibe. „Wie auch immer“, heißt es später. „Es gibt keinen John Cleese-Fanclub mehr (aus Böswilligkeit gerade wegen meiner Wichtigkeit), weil alle dessen Mitglieder 1983 von Mitgliedern des Michael Palin-Fanclubs ermordet wurden“.

Im Grunde ist die gesamte Antwort eine einzige Anspielung auf die Trennung der Komiker-Truppe im Jahr 1983. Damals soll sich die Chaos-Combo aufgelöst haben, weil der eine den anderen den Ruhm nicht gegönnt haben soll. Zur Zeit feiern die Engländer ihr viel umjubeltes Comeback mit einer Reihe von Bühnenauftritten in London. Seit Bekanntgabe ihrer Wiedervereinigung, spielen sie immer wieder mit dem Image des zerstrittenen Haufens, in dem man sich noch nicht einmal den Dreck unter den Nägeln gönnt.

Der Cleese-Brief endet mit dem wunderbaren Satz: „Ich habe ein Foto beigelegt, um Sie an meine Wichtigkeit zu erinnern“.

Anzeige

Hyde machte ein Foto von der Cleese-Post und postete es bei Twitter. Der Tweet verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Innerhalb von 13 Stunden wurde er 2.682 Mal geretweetet und 2.407 mal favorisiert.

Ein echter Spaß wird nun aus der Schnurre, weil der UK-Funktionär offenbar auch  Michael Palin eine ähnliche Anfrage schickte und dieser auch antwortete, auch postalisch allerdings nicht getippt, sondern von Hand geschrieben. Palin giftete gleich mal in Richtung Cleese und seinen „armen irrgeleiteten Opfern“, die offenbar seinen Fanclub bildeten. Dann versichert er wortreich sein Wohlergehen. Allerdings bricht dieser Teil unvermittelt ab. Offenbar wurde er Opfer einer hinterhältigen Attacke.

Es erwischte Palin derart schlimm, dass Eric Idle, der nächste im Bunde der Chaos-Combo den Brief fertig schreiben musste. Diese Szene spielt wiederum an die „Ritter der Kokosnuss“ an.

Ob die ganze Aktion eine ausgeklügelte Social-Media-Kampagne oder einfach nur ein kleiner Schabernack ist, der dank Twitter eine globale Reichweite erlangte, ist nicht bekannt. Macht aber auch nichts. Denn die Briefe sind einfach vor allem eines: ein großer Spaß.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*