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„Diese Bilder werden bleiben“: Medien weltweit bejubeln deutsche Weltmeister

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Die ganze Welt blickt auf die Nationalelf. In Italien spricht man von einem "historischen Tag", US-Medien beobachtet eine "Welle deutschen Stolzes“ und „Deutschland steht Kopf“. Einzig die italienische Gazetta dello Sport vergreift sich im Ton und titelt “Germania über alles”.

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Die argentinische Sportzeitung Deportivo Olé spricht von einem „nationalen Schlag“. „Die Nationalelf verlor das Finale in der Verlängerung durch ein hervorragendes Tor Götzes, und Deutschland hat uns wieder wie 1990 besiegt. Argentinien hat ein sehr ehrenhaftes Spiel gezeigt. Der italienische Schiedsrichter hat in der zweiten Halbzeit ein klares Elfmeterfoul an Higuaín nicht gepfiffen. Trotz des Schmerzes muss man den Jungs Applaus spenden.“

Auch La Nacíon empfindet einen „Schlag direkt ins Herz.“ Messi sei „ohne Zweifel der Mann“ gewesen, der die Mannschaft in die WM brachte. „Gegen die Niederlande und Deutschland erschien er aber nicht mit den beiden Spielen, die die Welt erwartete, um ihn als König anzuerkennen.“

Auf Argentinischer Seite fehlte „das Schießpulver im Angriff“, urteilt die spanische Zeitung El País. El Mundo gönnt Löws Team den „verdienten Lohn für die geleistete Arbeit“. Marca und AS fühlen Mundo sich bei Götze an Iniesta erinnert. Und: „Argentinien war nicht schlechter als Deutschland, hatte gute Torchancen, konnte aber Messi nicht finden.“

Auch im Land des Schiedsrichters verfolgte man das WM-Finale. Die italienische Zeitung Gazetta dello Sport titelt „Germania über alles“. Und über Götze und Schürrle: „Zwei Jungs, die von der Bank kommen und zeigen, wie stark der deutsche Kader ist und wie verdient dieser Erfolg einer wahren Mannschaft am Ende war. Eine Mannschaft, die seit Jahren zusammenspielt und jetzt die Früchte erntet.“ 

La Repubblica spricht von einem „historischen Tag“ und meint, das stärkste Team habe auch gewonnen. Zudem ist es „der erste Triumph eines europäischen Teams in Südamerika.“

Und auch in den USA, wo man sich zu dieser WM offenbar für Lieblingssport der Deutschen erwärmen konnte,  beglückwünscht man das deutsche Team. „Champions of the World“, heißt es bei der Huffington Post.

Die Washington Post:Als immer mehr Deutschland zu den Favoriten zählten, erfasste ein gewisser Optimismus eine notorisch skeptische Nation. Und das explodierte heute Nacht in etwas, was man sehr selten sieht seit dem Zweiten Weltkrieg: eine Welle deutschen Stolzes.“ 

„Sehen uns in Berlin“: Deutschland feiert seine Weltmeister

01-bildDie größte Euphorie-Welle dürfte aber durch Deutschlands Medien schwappen. Bis spät in die Nacht saßen die Redaktionen am Tisch, um am Montag mit der besten Titelseite am Kiosk glänzen zu können. Und auch Online-Kollegen haben gebastelt wie die Weltmeister. So titelt Bild Online „Da bist Du ja endlich“ mit Bildschirmfoto 2014-07-14 um 09.51.20einer Glanz- und Glamour-Animation des WM-Pokals, der sich über die gesamte Homepage erstreckt.

In der Spielkritik feiert das Boulevardblatt Götze und Schweinsteiger. „Mario Götze schießt mit seinem Traumtor ein ganzes Land ins Glück. Neben unserem Tor-Held überragend: Bastian Schweinsteiger. Der Mittelfeld-Chef räumt alles ab, ist bester Zweikämpfer auf dem Platz. Die Argentinier jagen Schweini, foulen ihn sechs Mal. Nach dem Spiel ist der Bayern-Star gezeichnet, vergisst nicht, wo er her kommt, wer ihn groß gemacht.“

„Diese Bilder werden bleiben“, meint Süddeutsche.de. „Die deutsche Mannschaft übersteht im Finale heikle Situationen, dann ist sie Weltmeister. Manche weinen, andere begreifen es noch nicht.“ Und weiter: „Um dieses Glücksgefühl zu erreichen, hatten die Deutschen alles eingebracht, was ihre Körper, Gehirne und Seelen hergaben.“

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Der Kicker: „Mario Götze tat, wie ihm aufgetragen. Bislang nur für eine Nebenrolle bei dieser WM vorgesehen, avancierte er in der 113. Spielminute zum Hauptdarsteller des Final-Krimis in Rio. Es war sein genialer Moment, sein Moment des gesamten Spieljahres und des Turniers in Brasilien.“ 

Bildschirmfoto 2014-07-14 um 10.11.2211Freunde hat sich direkt in „Weltmeister“ umbenannt. Über das Spiel meint das Fußballmagazin, es war „Jogi Löws Meisterstück“. Und weiter: „Deutschland war das flexibelste Team bei diesem WM-Turnier und fanden fast immer die richtige Antwort auf den Gegner – so auch im Finale.“17-mopo

„Es wurde gezittert, gelitten, gebangt. Und dann dieses wunderschöne Tor. Zwei Sekunden nur, und doch ein Akt für die Geschichtsbücher. Ein Abend, von dem wir noch unseren Enkeln erzählen werden“, meint die Hamburger Morgenpost. Auf dem Titel steht das Boulevardblatt Kopf.

Spiegel Online titelt über Götze: „Besser als Messi“ und schreibt: „Vor dem Finale galt er als größte deutsche Turnier-Enttäuschung – jetzt ist er der Weltmeistermacher: Mario Götze hat mit seinem Siegtreffer gezeigt, dass er internationale Top-Spiele mit einem Geniestreich entscheiden kann. Genau das hatte Joachim Löw verlangt.“

„Das deutsche Team ist frei von Hybris, Joachim Löw ist lernfähig und Mario Götze kann auch bei der WM Tore schießen. So wird man Weltmeister“, schreibt taz.de. „Das Tor führte zusammen, was das deutsche Team bei dieser WM ausgezeichnet hatte: Kampf und Können.“

Bildschirmfoto 2014-07-14 um 10.24.14Die Berliner Morgenpost hat ihren Online-Auftritt in schwarz-rot-gold getaucht und freut sich auf ihrer 15-blmheutigen Titelseite auf die Rückkehr der Nationalelf nach Berlin. Zum Spiel heißt es: „Deutschland bezwingt Argentinien durch ein Tor von Götze in der Verlängerung und ist zum vierten Mal Weltmeister. Dabei zog Schweinsteigers unbändiger Wille bis zum Schluss alle mit.“

Mehr Titelseiten vom heutigen Montag finden Sie in unserer Zeitungs-Galerie.

 

 

 

 

 

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