US-Studie: Journalismus in Top-Ten der depressiv-machenden Berufe

job.jpg

Welche Jobs machen krank? Also nicht körperlich, sondern psychisch? Forscher der Universität von Cincinnati haben den Einfluss von Berufen auf Depressionen untersucht. Journalisten sind demnach gefährdet.

Werbeanzeige

Für die Studie haben die Forscher Krankheits-Daten von 215.000 erwerbstätigen Erwachsenen im US-Bundesstaat Pennsylvania ausgewertet. Als „depressiv“ gilt laut der Untersuchung, wer im Untersuchungszeitraum (also zwischen 2001 und 2005) aufgrund „depressiver Störungen“ ausgefallen ist bzw. sich hat behandeln lassen.

Den Auftakt der Top 10 der Berufe, die am häufigsten Depressionen hervorrufen können, ist demnach der Journalismus bzw. die schreibende Zunft: Journalisten, Autoren und Verleger belegen im Ranking Platz zehn. 12,4 Prozent der Personen, in der Verlagsbranche tätig sind, gelten demnach als depressiv.

Auf Platz neun liegen Broker mit 12,6 Prozent. Der achte Rang geht an Mitglieder von politischen Organisationen und Vereinen. Beamte aus dem Umweltschutz liegen mit 13,2 Prozent auf dem siebten Platz.

Wenig körperliche Berufe mit menschlichem Kontakt fördern Depressionen

Kurios: Extrem häufig gefährdet sind mit 15 Prozent die Immobilienmakler. Trotz eines guten Einkommens finden die Forscher hierfür Gründe. So seien Gemeinsamkeiten in der körperlichen Belastung im Beruf und einem niedrigeren Risiko einer Depression festzumachen. Das bedeutet auch: Wer wenig körperliche Arbeit leistet, neigt eher zu Depressionen. Und: Wer viel mit Menschen zusammenarbeitet – neben Krankenschwestern und Dienstleistern also auch Journalisten – ist ebenfalls häufiger depressiv.

Am schlimmsten trifft es – zumindest in den USA – die Angestellten im Nah- und Fernverkehr. Zeitdruck, gepaart mit niedrigen Löhnen und mitunter stressigen Kunden sorgen dafür, dass 16 Prozent schon einmal mit Depressionen zu kämpfen hatten.

Die Zahlen der Forscher deckt sich mit Rankings, wonach der Job des Zeitungsreporters in den USA ganz unten in der Beliebtheitsskala rangiert. Zu dem Ergebnis kam das Jobportal careercast.com, das Umfeld, Einkommen und Stressfaktoren von über 200 Jobs untersucht und miteinander verglichen hat. Demnach sind sogar die Jobs des Müllmannes oder Hausmeisters attraktiver als eine Anstellung bei einer Tageszeitung.

(via)

Werbeanzeige

Mehr zum Thema

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige