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Spiegel und Focus haben kein Kiosk-Glück mit Renten-Titeln

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"Gehalt statt Rente: Warum Senioren weiterarbeiten" erklärte Der Spiegel, "Früher in Rente" wollte der Focus seine Leser schicken. Beide Magazine hatten mit diesen parallelen Titeln am Kiosk wenig Erfolg. Der Spiegel erreichte sogar einen der schwächsten Einzelverkaufswerte der Historie. Der Cover-Check.

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Nur 224.393 mal verkaufte sich Der Spiegel 21/2014 an Kiosken, in Supermärkten, Tankstellen, etc. Das ist einer der schwächsten Einzelverkaufswerte des Magazins seit Bestehen der IVW-Heftauflagen. Im Vergleich zur Vorwoche gingen ca. 15.000 Käufer verloren, die Durchschnittswerte der vergangenen 12 Monate (265.500) bzw. 3 Monate (250.000) wurden klar verfehlt. Offenbar traf das Titelthema „Ich bleib dann mal da! – Gehalt statt Rente: Warum Senioren weiterarbeiten – und damit den Jüngeren helfen“ also nicht das Interesse der potenziellen Spiegel-Käufer. Im Gesamtverkauf inklusive Abos, Bordexemplaren, etc. kamen 846.768 Exemplare zusammen.

Der Focus erläuterte nicht, warum „Senioren weiterarbeiten“, sondern wie sie „Früher in Rente“ kommen. „Was der Bundestag jetzt beschließt“, „Wie Sie davon profitieren“ und „Was auch alle Jungen wissen müssen“ lauteten die Teaser unter der Zeile. Doch auch diese Renten-Geschichte traf nicht den Geschmack der Zielgruppe, mit 75.371 Einzelverkäufen wurden die Normalwerte aus den vergangenen 12 Monaten (80.000) und 3 Monaten (79.000) ebenfalls nicht erreicht. Immerhin: Im Vergleich zur Vorwoche ging es um fast 5.000 Kiosk-Käufer nach oben. Inklusive Abos, Bordexemplaren, etc. verkaufte sich der Focus 21/2014 insgesamt 493.540 mal.

Am dichtesten an seinen Normalwerten schrammte der stern vorbei: Das Titelthema „Monaco – Protz statt Glamour, einsame Millionäre und eine traurige Fürstin. Recherchen aus einer Scheinwelt am Mittelmeer“ erreichte einen Einzelverkauf von 207.022. Jubel dürfte darüber zwar nicht herrschen, doch die Zahl befindet sich immerhin fast auf dem Niveau der vergangenen drei Monate (209.000). Und: Der miserable Vorwochenwert von 192.485 wurde klar getoppt. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Er lag bei 751.725.

Spiegel_2014_21 Focus_2014_21 stern_2014_22

Da der MEEDIA-Cover-Check urlaubsbedingt in den vergangenen zwei Wochen ausgefallen ist, reichen wir hier in aller Kürze noch die Zahlen dieser Periode nach:

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Der Spiegel trumpfte mit seiner Ausgabe 19/2014 („Die Wohlstandslüge – Von der Unmöglichkeit, mit Arbeit reich zu werden“) auf und erreichte mit 292.209 Einzelverkäufen den besten Wert des bisherigen Jahres. Heft 20 kam mit dem Titel „Tod und Spiele – Brasilien vor der Fußball-WM“ nur noch auf 239.574.

Der Focus blieb mit seinen Ausgaben 18 bis 20 durchgehend unter dem Soll: Nummer 18/2014 floppte mit „Allergien besiegen“ und 62.501 komplett, Heft 19 („Mehr Erfolg, weniger Stress“) kam auf 74.856 Kiosk-Käufer und Heft 20 („Natürlich Fleisch!“) auf 70.512.

Der stern titelte auf seiner Ausgabe 20 „New York – Warum die Hauptstadt der Welt noch nie so schön war wie heute“ und fand damit im Einzelverkauf 226.549 Interessenten, eine Woche später gab es mit dem Titel „Anne Frank – Ihr Tagebuch bewegt uns bis heute. Jetzt gefährdet ein Streit ihr Vermächtnis: Wem gehört ihre Geschichte?“ einen Wert von nur 192.485.

Kennen Sie schon unser neues Cover-Check-Tool? Damit können Sie jederzeit sehr flexibel die Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus für derzeit über 70 Wochen analysieren.

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