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Paid-Content-IVW: Bild erreicht 200.571 Digital-Abonnenten

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Der Anfang ist gemacht: Zum ersten Mal misst die IVW nicht nur die Besuche und Klicks einer Webseite, sondern auch die Anzahl an Paid-Content-Kunden, die für ein Online- bzw. App-Angebot zahlen. Zum Start wurden jedoch nur die Angebote von Welt und Bild gemessen. Demnach erreichte Bild im Mai insgesamt 200.571 digitale Abonnenten und die Welt 52.672.

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Damit gelang es vor allem der Bild ein kräftiges Plus an zahlenden Kunden zu erreichen. Ende 2013 hatte Springer letztmalig Käufer-Zahlen veröffentlicht. Damals kam die Bild noch auf rund 152.000 Digital-Abonnenten und die Welt auf 47.000. Allerdings lassen sich die zu Grunde liegenden Messmethoden wohl auch nicht komplett vergleichen.

Grundlage für das neue Meldeverfahren der IVW ist die Anzahl der bezahlten Zugänge, die an einem Kalendertag zur Nutzung von Paid-Content-Produkten berechtigen. „Dabei werden die Einzelverkäufe und Abonnements über alle Verkaufsplattformen und aus den unterschiedlichen Vermarktungsmodellen (Paywall, Freeminum, Metered Model) in standardisierter Form erfasst“, erklärt die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern. Nach Ablauf eines Monats melden die Anbieter dann den Tagesdurchschnitt der bezahlten Nutzungsrechte. Diese Zahlen werden von der IVW zur Mitte des Folgemonats veröffentlicht und im Nachhinein überprüft.

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Die Springer-Manager sind mit den Zahlen aktuell schon einmal zufrieden. „Welche Zeitung hat jemals in so kurzer Zeit einen so beeindruckenden Abonnenten-Stamm erreicht?“, fragt Bild-Verlagsgeschäftsführerin Donata Hopfen. „Die Zahlen ermutigen uns, den eingeschlagenen Weg für bezahlte journalistische Angebote im Internet weiterzugehen. Sie zeigen deutlich, dass Leser grundsätzlich bereit sind, für Inhalte im Netz zu zahlen – auch in einem Umfeld, in dem andere Angebote kostenfrei sind. Bezahlangebote sind aber nach wie vor ein Experiment, wir stehen am Anfang der Entwicklung und werden weiter Vieles ausprobieren.“

Ob sich die neue Paid-Content-Ausweisung der IVW durchsetzten kann, wird überwiegend davon abhängen, ob es der Informationsgesellschaft gelingt, noch weitere Verlage und Marken von dem neuen Angebot zu überzeugen. Interessenten soll es bereits einige geben. Ob diese sich allerdings auch schon trauen, bereits in vier Wochen bei der nächsten Veröffentlichung dabei zu sein, ist noch unklar.

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