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Ruhestand verschoben: Nonnenmacher übernimmt bei der FAZ die Aufgaben Schirrmachers

FAZ-Herausgeber Günther Nonnenmacher übernimmt bis auf weiteres die Aufgaben Frank Schirrmachers
FAZ-Herausgeber Günther Nonnenmacher übernimmt bis auf weiteres die Aufgaben Frank Schirrmachers

Der überraschende Tod von FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher stellt die Frankfurter Allgemeine Zeitung auch vor erhebliche personelle Probleme. Die Zeitung hat nun bekanntgegeben, dass der für Politik zuständige Herausgeber Günther Nonnenmacher die Aufgaben Schirrmachers als fürs Feuilleton zuständiger Herausgeber zusätzlich übernimmt. Eigentlich wollte Nonnemacher im Juni in Rente gehen. Das verschiebt er nun.

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Nonnenmacher hat in Freiburg, Frankfurt und Heidelberg Politische Wissenschaften, Geschichte, Staatsrecht und Philosophie studiert. Er ist ein FAZ-Urgestein. 1982 begann Günther Nonnenmacher seine journalistische Karriere im Politik-Ressort der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, 1986 wurde er verantwortlich für Außenpolitik. 1994 wurde er zum Herausgeber der „FAZ“ berufen. Im selben Jahr wurde auch Frank Schirrmacher Mitherausgeber der FAZ, zuständig für das Feuilleton.

Auf Bitten des Herausgebergremiums hat Nonnenmacher nun seinen Ruhestand verschoben. Er wird nach dem Tod Frank Schirrmachers für eine Übergangszeit die Zuständigkeit für das Feuilleton zusätzlich übernehmen, teilte die Zeitung mit. Schon in der ursprünglichen Planung war nicht vorgesehen, dass Nonnenmachers Stelle als Herausgeber neu besetzt wird. Seinen Aufgabenbereich im Politik-Ressort sollte nach ursprünglichen Plänen Herausgeber Berthold Kohler mit übernehmen. Die Zahl der FAZ-Herausgeber hätte sich also ohnehin von fünf auf vier reduziert.

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Neben Kohler und Nonnenmacher sind noch Werner D’Inka und Holger Steltzner Herausgeber der FAZ. D’Inka ist zuständig für die Rhein-Main-Zeitung, das lokale Buch der FAZ, Steltzner für den Wirtschaftsteil. Da es sich bei Nonnenmachers Engagement fürs Feuilleton nur um eine Übergangslösung handelt, wird sich die FAZ nun auf die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger für Frank Schirrmacher machen müssen. Oder aber die Zeitung entscheidet sich, das Herausgebergremium noch weiter zu verkleinern. So oder so steht eine sehr schwierige Entscheidung an.

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