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Operation Traffic-Rettung: SZ will offenbar Abendzeitung.de kaufen

Der Traffic von Abendzeitung.de wird bei Süddeutsche.de (Chefredakteur Stefan Plöchinger) mitgezählt
Der Traffic von Abendzeitung.de wird bei Süddeutsche.de (Chefredakteur Stefan Plöchinger) mitgezählt

Kauf aus Selbstschutz: Die Süddeutsche Zeitung könnte von der insolventen Abendzeitung das Online-Portal Abendzeitung.de übernehmen. Von entsprechenden Plänen berichtet das Handelsblatt. Ein Kauf der Webseite wäre schon deshalb logisch, weil der Traffic von Süddeutsche.de und der Boulevard-Plattform zusammen ausgewiesen wird. Verliert die SZ die Abendzeitung.de-Besucher würde das ein Minus von über einem Drittel bedeuten.

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Für Süddeutsche.de meldete die AGOF im Mai insgesamt 8,07 Millionen einzelne Besucher. Davon sollen jedoch laut Handelsblatt alleine 3,16 Millionen über die Kooperation mit Abendzeitung.de in die SZ-Statistik eingeflossen sein. Im aktuellen Gesamtranking aller deutschen Nachrichten-Portale könnte das Online-Angebot von der Süddeutschen Zeitung ohne die Boulevard-Unterstützung von Position fünf auf sieben fallen. Süddeutsche.de würde also von Zeit.de und stern.de überholt werden.

Ein solcher Traffic-Einbruch käme wohl zur absoluten Unzeit. Gerade intensivieren die Münchner offenbar ihre Pläne gegen Ende des Jahres eine Bezahlschranke einzuführen.

Wie das Handelsblatt weiter berichtet, wäre die Übernahme der Online-Ausgabe der Abendzeitung nur die abgespeckte Version, einst größerer Pläne. So soll sich die Süddeutsche Zeitung auch um einen Kauf des gesamten Verlages bemüht haben. Dazu hatte der Chefredakteur des Boulevard-Blattes, Arno Makowsky, offenbar ein Konzept für eine donnerstags erscheinende Wochenzeitung entwickelt. Dem SZ-Management soll diese Idee durchaus gefallen haben. Im Aufsichtsrat der SWMH, dem Hauptgesellschafter des Süddeutschen Verlages, fiel das Konzept – laut Handelsblatt – jedoch durch.

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