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Kampf um die Gesundheit: Google Fit gegen Apple Health

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Gesundheit ist das heiße Mega-Thema für die Digital-Konzerne derzeit. Apple hat auf seiner jüngsten World Wide Developer Conference die App "Health" angekündigt, die Gesundheits- und Fitnessdaten in iPhones speichert und auswertet. Nun berichtet Forbes, dass Erz-Rivale Google das Gleiche plant: Google Fit soll am 25. Juni auf Google Entwicklerkonferenz I/O präsentiert werden. Und dann ist da noch Samsung ...

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Apple hat eine Entwickler-Plattform namens HealthKit präsentiert, mit der sich Apps programmieren lassen, die auf die Health-App zugreifen können. Die Health-App wird integraler Bestandteil des nächsten iOS-Updates werden. Apple will über Geräte von anderen Abietern und Kooperationen mit Gesundheitsdienstleistern laut Berichten sogar Daten wie Blutwerte ermitteln und in der Health-App speichern. Der iPhone-Hersteller kooperiert dafür u.a. mit den us-amerikanischen Mayo-Kliniken.

Laut Forbes plant Google ein ganz ähnliches Angebot auf seiner kommenden Entwicklerkonferenz I/O am 25. und 26. Juni vorzustellen: Google Fit. Laut anderen Berichten könnte der neue Gesundheitsdienst auch Google Play Fitness heißen. Google Play ist der Name von Googles App-Laden. Auch Google Fit soll mit Geräten von anderen Herstellern zusammenarbeiten und die Daten in erster Linie bündeln und auswerten. Die Rede ist vom Schrittezählen, dem Messen der Herzfrequenz und der Körpertemperatur. Unklar ist noch, ob Google Fit direkt in die nächste Version von Google Android-Betriebssystem eingebaut wird oder als eigenständige App funktioniert, die extra im Play Store heruntergeladen werden muss. Google hat mit Google Health bereits einen Gesundheits-Dienst in den USA betrieben, mit dessen Hilfe auch sensible Patienteninformationen, wie etwa Röntgenbilder, online gespeichert und Ärzten zur Verfügung gestellt werden konnten. Der Dienst wurde aber 2012 eingestellt. Die Zeit war offenbar noch nicht reif.

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Google Fit oder Play Fitness soll nun mit Android Wear zusammenarbeiten, Googles Plattform für so genannte Wearables, also tragbare Geräte wie Uhren oder die Datenbrille Google Glass. Wearables und Gesundheit gelten derzeit als heißeste Entwicklungen im Digital-Business. Darum ist natürlich auch Apples Hardware-Rivale Samsung nicht weit. Die Koreaner haben mit Sami eine eigene Gesundheitsplattform entwickelt. Laut Forbes wird spekuliert, dass Samsung versuchen könnte, Google Fit auf seinen populären Galaxy Smartphones zu unterdrücken und Sami zu promoten. Auch Microsoft könne noch in das Zukunftsgeschäft mit digital überwachter Gesundheit und Fitness aufspringen.

Es ist ein Kreuz mit diesen Zukunftsmärkten. Noch bevor klar ist, ob überhaupt Geld verdient werden kann und Nutzer die Angebote annehmen, ist der Wettbewerb beinhart. Gut möglich dass es manche Nutzer gar nicht so schätzen, wenn ihr Smartphone bald auch noch ihre Gesundheit und ihre Fitness überwacht und aus der Hosentasche eine Art Standleitung zur Klinik unterhält. Die theoretischen Möglichkeiten der neuen Systeme sind allerdings durchaus beeindruckend. Bis sich ein System etabliert hat, werden die beteiligten Firmen vermutlich noch viel Lehrgeld bezahlen. Um deren finanzielle Gesundheit muss man sich freilich nicht sorgen. Apple, Google, Samsung und Microsoft geht in dieser Hinsicht die Puste so schnell garantiert nicht aus.

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