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Sparpläne: WDR baut in den kommenden Jahren 500 Stellen ab

WDR-Intendant Tom Buhrow
WDR-Intendant Tom Buhrow Bild: WDR/Claus Langer

Die Pläne zum Personalabbau von WDR-Intendant Tom Buhrow erweisen sich als weit umfassender als bisher gedacht. Bislang sprach Buhrow stets von 50 Planstellen, die gestrichen werden müssten. Nun kann man da locker eine Null dranhängen. Der WDR teilte mit, dass in den kommenden Jahren 500 Planstellen abgebaut werden müssen. Betroffen sind vor allem Verwaltung und Produktion.

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Von 2016 an fehlen dem WDR durchschnittlich 100 Millionen Euro pro Jahr im Etat. Intendant Tom Buhrow: „Der Stellenabbau ist eine schmerzhafte, aber zwingende Entscheidung. Nur so bleiben wir aus eigener Kraft handlungsfähig und können den WDR steuern. Deshalb handeln wir jetzt. Um den Personalabbau zu beschleunigen, haben wir schon mit den Gewerkschaften Modelle für Altersteilzeit und Vorruhestand verabredet.“ Der Stellenabbau wird sich vermutlich bis 2020 hinziehen. So werden beispielsweise Stellen, die durch Verrentung frei werden, nicht neu besetzt. Außerdem will der WDR seine Aufgaben reduzieren, Sachkosten senken und die Effizienz steigern. Buhrow: „Für die Menschen ist unser Programm das Wichtigste. Deshalb streichen wir dort so wenig wie möglich. Aber wir werden nicht mehr alles tun können, was wir heute tun. Ich sehe auch die Chance, dass wir uns neu und zukunftsfähig aufstellen.“

Buhrow hat für die Sparpläne die Unterstützung von Rundfunkrat und Verwaltungsrat. Bereits kurz nach seinem Antritt als Intendant hat Buhrow den WDR auf kommende Sparrunden eingeschworen. Zu Beginn war jedoch nur die Rede von 50 Planstellen, die abgebaut werden sollen. Offenbar reichte das bei weitem nicht aus. Wen der WDR weiter so wirtschafte wie bisher, häuft sich innerhalb der kommenden zehn Jahre ein Defizit von 1,3 Mrd. Euro an, ließ Buhrow ausrechnen. Der WDR hat 4.210 festangestellte Mitarbeiter (Stand 2012) und noch deutlich mehr Freie.

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