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Herzinfarkt: FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher ist tot

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher ist gestorben
FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher ist gestorben

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher ist überraschend verstorben. Das hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung bestätigt. Mehreren Berichten zufolge erlag Schirrmacher einem Herzinfarkt. Er wurde nur 54 Jahre alt. Mit Frank Schirrmacher verliert die deutsche Medienwelt eine ihrer wichtigsten Stimmen.

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Schirrmacher hat als für das Feuilleton zuständiger Herausgeber der FAZ zahlreiche Debatten angestoßen und geprägt. Neben seiner Tätigkeit als FAZ-Herausgeber hat Schirrmacher auch zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Bestseller wie „Das Methusalem Komplott“, „Minimum“ oder „Payback“, in dem er sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Leben auseinandersetzte.

1984 kam er als Hospitant zum damaligen Feuilleton-Herausgeber der FAZ, Joachim Fest. 1989 folgte er auf den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki als Leiter der Redaktion „Literatur und literarisches Leben“. 1994 wurde er Nachfolger von Joachim Fest als Mit-Herausgeber der FAZ. Schirrmacher öffnete das Feuilleton der Zeitung für gesellschaftliche Debatten. Aufsehen erregte Schirrmacher u.a. als er Martin Walsers Roman „Tod eines Kritikers“ noch vor dem Erscheinen wegen „antisemitischen Klischees“ angriff oder als er die Buchstabenfolge des menschlichen Genoms seitenlang im Feuilleton abdrucken ließ.

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Schirrmacher galt als einer der führenden Intellektuellen des Landes, der auch den medialen Wandel und die Digitalisierung immer wieder mit kritischen Beiträgen begleitete. Er war in zweiter Ehe mit der Journalistin Rebecca Casati verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Angelika Klüssendorf gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. Frank Schirrmacher verstarb völlig überraschend am Donnerstag, 12. Juni 2014, in Frankfurt am Main an einem Herzinfarkt.

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