Anzeige

Zufluchtsort Arbeit? Privatleben ist oft stressiger als der Job

job-1.jpg

Von wegen am schönsten ist es immer noch zuhause: Stressforscher haben Stresshormone von Menschen bei der Arbeit und im trauten Heim untersucht und dabei erfreuliches für jeden Chef festgestellt: Häufig geht es bei der Arbeit entspannter zu als auf der eigenen Couch. Das könnte gleich mehrere Gründe haben.

Anzeige
Anzeige

Mal abschalten, das funktioniert am besten auf der Arbeit. Glauben Sie nicht? Amerikanische Forscher haben dies aber jetzt belegt. Zwar versuchen Wissenschaftler weiter herauszufinden, wie der Stress am Arbeitsplatz gemildert werden kann. Aber: Arbeit ist gesund, sagt eine Forschungsgruppe der Penn State University. Am Arbeitsplatz stellten sie wesentlich geringere Werte des Stresshormons Cortisol bei den Teilnehmern fest, als zuhause.

Ausnahme Gutverdiener finden die Arbeit stressiger

Dazu gaben die Wissenschaftler ihren Probanden Testgeräte an die Hand, die sie regelmäßig überprüften und ihren Cortisolhaushalt notierten. Im Schnitt hatten die meisten der Teilnehmer zuhause höhere Werte. Einzige Ausnahme: Gutverdiener. Menschen mit einem Jahreseinkommen von mehr als 75.000 Dollar (circa 55.000 Euro) hatten ein stressigeres Arbeits- als Privatleben. Grundsätzlich lassen sich allerdings keine Unterschiede zwischen Männern, Frauen, Verheiratete, Eltern oder Singles ziehen, so die Studie. Eltern wie auch kinderlose Erwachsene hätten im Job weniger Stress als zuhause, die Unterschiede bei Erwachsenen ohne Familienpflichten seien nur höher.

Anzeige

Grund für die Unterschiede könnten die so wichtigen Erfolgserlebnisse sein. Stress im Job lohne sich für viele Menschen wegen der sozialen Anerkennung aber auch der finanziellen Entlohnung, so die Forscher. Die Arbeit im Haushalt dagegen mache man für sich selbst oder einen kleinen Kreis und sei oft monoton. Zudem herrsche auf der Arbeit auch eine andere Kultur. Starke Emotionen seien verpönt, bzw. verboten, im Büro pflege man eher einen besseren Umgang zu den Kollegen als zur Familie zuhause. Der dortige Stress sei zudem ansteckend.

Stress im Privatleben minimieren oder Überstunden schieben?

Anstatt sich in die Arbeit zu vertiefen, um dem Stress zuhause zu entgehen, sollten sich Arbeitnehmer vermutlich lieber darauf konzentrieren, es in den eigenen vier Wänden entspannter anzugehen. Die Onlineausgabe des Wall Street Journal hat Experten befragt, wie sich dieses Ziel am einfachsten realisieren lässt. So empfiehlt es sich, auch im Privatleben Grenzen zu definieren und Aufgaben auch abzulehnen. Als Mitglied einer Familie braucht man auch mal eine Auszeit von den Lieben, vielleicht sogar eigene Hobbys. Regeln können auch Singles das Leben entspannter machen. Alleinlebende würden sich häufig stressige Routine aneignen, also immer wieder kleinere Aufgaben erledigen oder versuchen, sich falsch zu entspannen. So sollte man beispielsweise vermeiden, nebenbei fernzusehen oder unregelmäßig zu essen. Vom Leben im Büro lässt sich also auch für das Privatleben einiges lernen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*