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No demand? Vivendi sucht angeblich nach einem Käufer für Watchever

Ausgewatched. Jean-François Dubos,  Chairman  des Management Board Vivendi, zieht bei Watchever den Stecker
Ausgewatched. Jean-François Dubos, Chairman des Management Board Vivendi, zieht bei Watchever den Stecker

Laut französischen Medienberichten erwägt der Medienkonzern Vivendi, schon wieder aus dem schwierigen Geschäft mit Video on Demand (VoD) in Deutschland auszusteigen und sucht angeblich einen Käufer für seinen VoD-Dienst Watchever. Vivendi war erst 2013 mit Watchever in Deutschland gestartet. Angeblich hat der Dienst bisher hohe Verluste angehäuft. Und noch in diesem Jahr droht mit dem Start von Netflix in Deutschland die nächste Konkurrenz.

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Die Seite Digitalfernsehen.de verbreitet die Nachricht von einem möglichen Watchever-Verkauf durch Vivendi mit Bezug auf mehrere französische Medien. Weder Watchever noch Vivendi wollten die Berichte kommentieren. Watchever ging im Januar 2013 hierzulande an den Start und kooperiert mit dem Online-Angebot der Bild-Zeitung. In Tests schnitt das VoD-Angebot stets gut ab. Der Wettbewerb in dem noch jungen Segment Video on Demand ist aber knüppelhart. 8,99 Euro verlangt Watchever für ein Monatsabo. Amazon hat kürzlich seinen Dienst Prime Instant Video gestartet, der nur 49 Euro im Jahr kostet und mit weiteren Vergünstigungen wie kostenlosem Versand lockt.

Dann hat auch noch der US-Platzhirsch in Sachen VoD, Netflix, seinen Markteintritt in Deutschland zum Jahresende angekündigt. Sky ist bereits mit Snap auf den VoD-Markt gedrängt, iTunes und Videoload gibt es auch noch. Laut den Medienberichten hat Watchever im Jahr 2013 66 Mio. Euro Verlust gemacht, im ersten Quartal 2014 sollen sich die Verluste schon auf 21 Mio. Euro aufsummieren. Keine Frage: Wer in dem VoD Markt bestehen will, braucht einen langen Atem und tiefe Taschen.

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