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Bayerischer Verleger Balle: Rettet er die Abendzeitung München?

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Die von der Insolvenz bedrohte Abendzeitung München könnte vorerst gerettet sein. Die Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt der Verlegerfamilie Balle will offenbar das Blatt übernehmen. Vor genau drei Monaten hatte der Verleger Johannes Friedmann Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet.

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Nach der Friedmann-Aufgabe wegen anhaltend defizitärer Geschäfte – seit 2001 waren Verluste in Höhe von 70 Millionen Euro angefallen – übernahm Insolvenzverwalter Axel Bierbach. Er erwirkte zunächst eine signifikante Reduzierung der Druckkosten. Gleichzeitig wurde der Verkaufspreis erhöht und eine Kampagne für die Zeitung („Wir verkaufen uns nicht mehr unter Wert“) eingeleitet.

Verleger Friedmann hatte möglichen Interessenten nicht unbedingt Mut gemacht – die Perspektive sei „hoffnungslos“. Nun will mit den Verlegern der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt doch jemand zugreifen. Die Abendzeitung soll als täglich erscheinendes Blatt erhalten bleiben.

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Insolvenzverwalter Bierbach antwortete auf MEEDIA-Anfrage, es gebe noch keinen Käufer, weiterhin „nur“ Interessenten. Auch das Handelsblatt berichtet in der gedruckten Ausgabe vom Dienstag, dass die Verleger des Straubinger Tagblatts Interesse an der Abendzeitung haben. Laut Handelsblatt ist Verlegersohn Martin Balle federführend bei dem möglichen Deal.

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