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ZAW-Jahresbilanz: Werbeeinnahmen der Zeitungen im freien Fall

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Die Netto-Werbeinnahmen der Print-Medien schrumpfen weiter mit großem Tempo. Wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft in seiner Jahresbilanz mitteilt, verloren insbesondere die Tageszeitungen 2013 weitere 9,4% ihrer Einnahmen. Auch für die meisten anderen Print-Segmente ging es 2013 nach unten, zulegen konnten vor allem Online, Mobile und TV.

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2,93 Mrd. Euro nahmen die Tageszeitungen laut ZAW im Jahr 2013 nach Abzug von Rabatten und Provisionen ein, im Jahr 2012 waren es noch 3,23 Mrd. Das Minus beträgt damit heftige 9,4%, nur im Finanz- und Schuldenkrisenjahr 2009 ging es noch deutlicher zurück. Dramatisch: In nur sechs Jahren von 2007 bis 2013 schrumpften die Netto-Werbeeinnahmen der Zeitungen um mehr als 1,6 Mrd. Euro von 4,57 Mrd. auf nun 2,93 Mrd. Euro.

Nach unten ging es 2013 laut ZAW auch für die Anzeigenblätter (-3,4% auf 1,93 Mrd. Euro), die Publikumszeitschriften (-3,6% auf 1,24 Mrd.), die Verzeichnismedien (-7,0% auf 1,02 Mrd.), die Wochen- und Sonntagszeitungen (-11,9% auf 175,5 Mio.), die Kino-Werbung (-9,4% auf 80,1 Mio.) und die Zeitungs-Supplements (-3,2% auf 79,3 Mio. Euro).

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Das einzige Print-Segment, das seine Netto-Werbeeinnahmen gegen den Trend steigern konnte, war demnach das der Fachzeitschriften: 3,6% mehr landete dort in den Kassen: 889,0 Mio. Euro. Zulegen konnten zu dem die Außenwerbung (+2,7%) und das Radio (+3,7%). Das deutlichste prozentuale Plus erreichte aber die zusammengefasste Online- bzw. Mobile-Werbung: 9,3% mehr weist der ZAW hier aus, mit 1,15 Mrd. Euro belegt die Branche nun Platz 5 der Statistik, die Publikumszeitschriften sind nicht mehr weit. Werbemedium Nummer 1 bleibt in Deutschland natürlich das Fernsehen: Mit 4,13 Mrd. Euro gab es hier die stärksten Zahlen seit 2007 und ein erneutes Plus von 2,2%.

1_Nettowerbeeinnahmen_erfassbarer_Werbetraeger_in_Deutschland_2010_bis_2013(Tabelle: ZAW)

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