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Nach Wallraff-Doku & Shitstorm: Burger King entschuldigt sich per Werbespot

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Es ist die nächste Stufe der Krisenkommunikation: Nach der Aufsehen erregenden RTL-Doku von Günter Wallraff für RTL und dem damit verbundenen Shitstorm für Burger King ist die Fast-Food-Kette um Schadensbegrenzung bemüht - nun auch im TV.

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Dafür muss Burger Kings Deutschland-Chef Andreas Bork selbst vor die Kameras. Dass er damit Erfahrung hat, bewies er bereits kurz nach der Ausstrahlung der RTL-Doku, als man sich von höchster Stelle für die aufgedeckten Missstände bei den Kunden entschuldigte. Den Shitstorm, dem sich die Fast-Food-Kette ausgesetzt sah, ließ die Entschuldigung allerdings nicht verstummen.

Seitdem arbeitet das Unternehmen Schritt für Schritt eine Kommunikationsstrategie ab, die Vertrauen beim Kunden schaffen soll. Zuletzt war Burger King nach einem Exklusiv-Interview von Bork mit der Bild in die Kritik geraten“Nachdem der Fall Burger King durch sämtliche Medien gegangen ist und bei einer breiten Masse für Aufregung gesorgt hat, sollte man sich mit exklusiven Interviews oder Werbeanzeigen zurückhalten”, erklärt der Kommunikationswissenschaftler und Krisen-PR-Experte Dr. Andreas Schwarz von der TU Ilmenau gegenüber MEEDIA.

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Zum einen vermittle die Kette so den Eindruck, ein bestimmtes Medium zu bevorzugen. Zum anderen könnten Berichterstatter anderer Medien dem Unternehmen gegenüber noch kritischer werden und tiefer recherchieren als bisher. “Sicher erreicht Burger King über die Bild-Zeitung eine hohe Reichweite und sicher auch einen Teil der Zielgruppe von Burger King. Mit einem allgemeinen Statement wäre die Reichweite aber eventuell noch höher gewesen, weil andere Medien die Statements vermutlich aufgegriffen hätten.“

Nun folgt ein einminütiger TV-Spot, den die Werbeagentur Heimat konzipiert hat. Darin wiederholt Bork Änderungen des Managements und kündigt die Gründung eines Gäste-Beirates für mehr Transparenz im Unternehmen und unabhängige TÜV-Kontrollen an. Flankiert wird die Ausstrahlung des Werbeclips mit Auftritten von Bork in den Medien, zuletzt bei RTLs „Extra“.

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