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Klambt-Verleger Rose: Programmies bringen noch jahrelang Gewinne

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Neuer Programmie-Verleger: Klambt-Chef Lars Rose

Zehn Programmies auf einen Schlag sind nicht genug für Klambt-Verleger Lars-Joachim Rose. In der FAZ kündigte er an, neue Titel für jüngere Zielgruppen auf den Markt bringen zu wollen. Die Kommunikationsstrategie ist nicht schlecht - so wischt der Mittelständler gleich mal Fragen vom Tisch, ob sich der familiengeführte Verlag nicht überhebt.

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Natürlich ist es für ein expandierendes Verlagshaus wie Klambt ein Sonderfall der Geschichte, mit Funk Uhr, Bildwoche, TV neu und sieben weiteren Titeln zum viertgrößten Programmie-Verlag in Deutschland aufzusteigen. Nach Auflage liegt der Marktanteil bei etwa zehn Prozent.

Die Vorgeschichte in Kürze: Springer verkauft Programmies an Funke Mediengruppe, Funke muss einige Titel weiterverkaufen, weil Kartellamt sonst nicht mitmacht, Klambt bietet sich als Abnehmer an, muss allerdings Kredit in zweistelliger Millionenhöhe aufnehmen. Der laut FAZ übrigens maßgeblich von der Commerzbank kommt. Springer als interessierter Dritter hat allerdings eine Bürgschaft abgegeben.

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Rose rechnet den FAZ-Kollegen vor, in „sieben bis acht Jahren“ seien die Schulden abbezahlt. „Dann werden wir noch jahrelang Gewinne mit den neuen Zeitschriften erzielen.“ Auch Rose weiß, wie die Auflagen der Programmies sinken – und dennoch lohnt sich das Segment. Denn die Kosten sind relativ niedrig, die Erlöse aber hoch (zweistellige Umsatzrendite!), weil die vor allem älteren Abonnenten treue Kunden sind. Trotzdem kann Rose seine Prognose freilich nur auf Basis der aktuellen Zahlen und der Entwicklung der vergangenen Jahre treffen.

Klambt baut eine Programmredaktion von 37 Mitarbeitern für alle neuen Titel auf. Die Mitarbeiter kommen von den Titeln Lea und Heim&Welt. Mitarbeiter aus Hamburg oder München werden offenbar nicht übernommen. Für das laufende Jahr rechnet der Verleger mit einem Gewinn von vier Millionen Euro – ohne die neuen Zeitschriften. Die People-Zeitschrift Grazia soll erstmals einen Profit bringen. Auf Roses Agenda stehe auch der Aufbau neuer digitaler Angebote. Das „soziale Netzwerk für Tiere“, my social petwork, schreibe noch einen „leichten“ Verlust, heißt es in der FAZ.

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