Wo ist der Witz: Satire-Seite beim Spiegel dringend gesucht

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Anlässlich seiner Layout-Neuerungen hatte der Spiegel eine superlustige neue Satireseite versprochen. Erschienen ist die bisher aber nicht und wird sie bis auf weiteres wohl auch nicht. Bild-Mann Béla Anda regt sich darüber auf, dass er sich nicht über Conchita Wurst aufregen darf. Die Krautreporter sind da. Kai Diekmann macht ausnahmsweise nicht Werbung für sich, sondern für seine Frau und es gibt eine exklusive Bonus-Personalie von Closer. All dies in Ihrem geliebten MEEDIA-Wochenrückblick!

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Diese Woche ist zum zweiten Mal der Spiegel nach seinem Layout-Reförmchen erschienen und – verdammt! – schon wieder keine Satire-Seite drin. Menno! Dabei konnte man ein Beispielfoto der Seite schon im aktuellen medium magazin bewundern. Art Director Uwe C. Beyer schwärmte: “Eine Seite mit der wir Suchtstoff schaffen für viele junge Leser …” Aber wo isser denn nun, der Suchtstoff!? Spiegel-Sprecherin Anja zum Hingst erläutert auf Nachfrage: “Die Satireseite, die für den 5. Mai angekündigt war, wird ein bisschen später kommen, während die Kolumnen, die für später geplant waren und wesentlich sind für das neue Meinungskonzept des Spiegel, schon am 5. Mai starten konnten.” Einen genauen Termin für den Start der Satireseite könne man nicht nennen. Die Satireseite im Spiegel sollte SPAM heißen und genau wie die gleichlautende Satire-Rubrik bei Spiegel Online von Martin Sonneborn verantwortet werden. Die Begründung, dass Seite fehlt, weil die Kolumnen “früher starten konnten”, klingt aber wie eine Ausrede.

Der Sieg der Kunstfigur Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest erregte diese Woche noch so manches Gemüt. Die einen waren aufgeregt wegen der tollen Toleranz der Massen. Die anderen regten sich auf, weil man jetzt angeblich eine Transe mit Vollbart gut finden müsse. Einer, der sich im letzteren Sinne aufregte war Bild-Vize Béla Anda. In einem als “Zwischenruf” titulierten Kommentar monierte er, dass er, Béla Anda, jetzt die Wurst gut finden müsse, obwohl die doch einen Bart hat, was er per se gar nicht gut findet. Anda klagt: “Es gibt keinen Kanal, keine Möglichkeit, sich dagegen zu artikulieren, und keinen Weg zu sagen: Das gefällt mir nicht.” Doch Herr Anda, den Weg gibt es. Man kann bei Bild beispielsweise einen “Zwischenruf” schreiben … Das wäre doch eine Idee!

Viel diskutiert wurde zumindest in der Braanche (MEEDIA-Spezialbegriff von Krautreporter S. Niggemeier) über die Aktion der Krautreporter. 25 liebe Kollegen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Online-Magazin zu starten, das ausschließlich von Lesern finanziert wird und für Leser gemacht ist. Die Argumente dafür sind dieselben, mit denen der US-Blogger Andrew Sullivan bereits den Schritt hin zu einem Abo-Modell bei seinem Blog “The Dish” begründete. Der Geburtsfehler des Projekts Krautreporter liegt meiner Meinung nach neben dem blöden Namen darin, dass auch Nichtzahler alle Texte lesen können sollen. Schon klar, die Krautreporter wollen den Fame und das Netz will die freie Info usw. Aber Geld zahlen fürs Kommentieren und reichlich ominöse Benefits (in Recherchen eingebunden, Hangouts und Treffen mit Autoren – wer will das?) – das wird nicht funktionieren. Leider.

Kai Diekmann

Das musste kommen! Kai Diekmanns Gattin Katja Kessler nutzte die gemeinsame Zeit im Silicon Valley, um dort ein neues “Schatzi”-Buch vorzubereiten: “Silicon Wahnsinn – Wie ich mal mit Schatzi nach Kalifornien auswanderte”. Bereits zwei Bücher hat Katja Kessler veröffentlicht, in denen es um den alltäglichen Irrsinn im Hause Kessler-Diekmann geht (“Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!”, “Der Tag, an dem ich beschloss, meinen Mann zu dressieren”). Der bärtige Bild-Chef tritt in den Büchern stets als leicht vertrottelter Gatte “Schatzi” auf. “Schatzi” nutzt die Gelegenheit, um bei Twitter und Facebook schon mal ordentlich für den neuen Schmöker seiner Frau zu trommeln. Ausnahmsweise mal keine Ego-PR, sonder Ehe-PR aus dem Hause D. Und unser “Kai der Woche”.

Zum Schluss noch die Bonus-Personalie der Woche: Die Frau, die bei Bunte Annabelle Korschan war und im Zuge der Recherche-Affäre hochkant rausflog, weil sie mit unlauteren Methoden einem Politiker auf die Pelle gerückt war, heißt nach Heirat mittlerweile Annabelle Fischer. Mit diesem Namen heuerte sie Anfang Mai als Unterhaltungschefin beim Bauer-Magazin Closer an – und ist nach MEEDIA-Infos nach ein paar Tagen auch schon wieder weg! So schnell kann’s gehen.

Schönes Wochenende!

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