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DJV kritisiert „Tarifflucht“ der Nord-Verlage

Verhandelte erst kürzlich gemeinsam mit der dju ein neues Tarifwerk mit dem BDZV: Kajo Döhring.
Verhandelte erst kürzlich gemeinsam mit der dju ein neues Tarifwerk mit dem BDZV: Kajo Döhring.

Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) kritisiert die nächsten Verlagshäuser, die sich der Tarifbindung entziehen wollen. Wie die Gewerkschaft mitteilt, kehrt der Verband der Zeitungsverlage Norddeutschland "aufgrund der schwierigen Wettbewerbssituation" dem neuen Tarifvertrag den Rücken.

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Die Nord-Verleger strebten stattdessen „Verhandlungen über weitergehende Tarifregelungen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen auf Landesebene“ an, heißt es beim DJV. „Wir haben in dem Tarifergebnis bereits Zugeständnisse für die Verlage in Norddeutschland gemacht“, kritisiert DJV-Hauptgeschäftsführer Kajo Döhring. So sei vorgesehen, die Absenkung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Norddeutschland schneller umzusetzen. Er kündigt an, für Verhandlungen in Schleswig-Holstein und und Mecklenburg-Vorpommern nicht zur Verfügung zu stehen. „Wenn die Nord-Verleger es nicht anders wollen, werden wir die Gegenwehr in den betroffenen Verlagen organisieren.“ 

Der Zeitungsverlage Norddeutschland e.V. war am Freitag für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen. Zur Organisation gehören u.a. das Verlagshaus sh:z, die Lübecker Nachrichten und die Ostsee-Zeitung, die Boyens Medien GmbH & Co. KG, der Kurierverlag sowie die Kieler Nachrichten. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverlage und der Deutsche Journalisten Verband haben sich erst vergangenen Monat auf ein neues Tarifwerk geeinigt.

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