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Kampf der Internet-TV-Anbieter: So reagiert Zattoo auf Magine

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Der Internet-TV-Anbieter Zattoo expandiert in Deutschland und hat sein Team rund ein Jahr nach Büro-Eröffnung in Berlin auf fast 20 feste Mitarbeiter aufgestockt. Mit Magine hat das Unternehmen neue Konkurrenz auf dem florierenden Markt des TV-Streamings bekommen. Gegenüber MEEDIA kommentiert der Platzhirsch den verschärften Wettbewerb.

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Insbesondere Entwickler, Designer, Produkt Manager, Marketing und Customer Service-Verantwortliche arbeiten von Berlin aus an der Weiterentwicklung des Internet TV-Pioniers. Die ursprünglichen Büroräume in Kreuzberg waren für das auf 20 Mitarbeiter gewachsene Team zu klein, weshalb nun neue Räume in Friedrichshain bezogen wurden. 

„Deutschland ist der Markt mit den meisten Zattoo-Usern“, erklärt Nick Brambring, CEO von Zattoo. „Daher haben wir uns vor einem Jahr entschieden, stärker in diesen Markt zu investieren und ein Büro in Berlin zu eröffnen. Wir sind sehr erfreut über die Enwicklung.“ Berlin hätte sich für das Unternehmen als sehr guter Standort zum „Aufbau eines hoch qualifizierten, innovativen, agilen und schlagkräftigen Teams“ entwickelt. „Die tolle Arbeit lässt sich an unseren laufend steigenden Nutzerzahlen in Deutschland ablesen.“ Zattoo  ist mit rund zwölf Millionen registrierten Nutzern nach eigenen Angaben der größte Internet- TV-Anbieter in Europa.

Catch-Up in Deutschland nur eine Frage der Zeit
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Seit Kurzem ist mit Magine ein neuer Konkurrent aktiv geworden. Zum Start bietet der IPTV-Dienst sogar kostenlos Zugriff per Smartphone und Tablet auf alle deutschen Hauptsender. „Wir freuen uns, dass es endlich Wettbewerber gibt“, kommentiert Jörg Meyer, Vice President Content & Consumer bei Zattoo, gegenüber MEEDIA. „In Deutschland ist der Markt für Internet-TV im Vergleich zur Schweiz noch völlig unterentwickelt, dabei ist das Potenzial hier sehr hoch.“

Insofern sei es gut, dass es nun andere legale Streaming-Dienste gebe, die Rechte und Lizenzen klärten und gemeinsam die Gattung Internet-TV weiter vorantrieben. „In der Schweiz hat der Eintritt von Wettbewerbern in den letzten Jahren dazu geführt, dass das Marktwachstum enorm beschleunigt wurde – und Zattoo hat am meisten von dieser Entwicklung profitiert.“ Man scheue auch in Deutschland keine Konkurrenz.

Bei Magine ist mit ausgewählten Sendern auch das nachträgliche Ansehen per Catch-Up bis zu sieben Tage nach TV-Ausstrahlung möglich. „Zattoo bietet in der Schweiz bereits seit über 2 Jahren für über 130 Tage für 7 Tage Catch-up  und daneben umfangreiche Online-Recording-Möglichkeiten an – technisch können wir das also bereits“, erklärt Meyer. „Es ist für Deutschland eine reine lizenzrechtliche Frage ob und wann wir solche Funktionalitäten anbieten können.“ Man sehe jetzt, dass erste Sender auch in Deutschland bereit seien, Rechte für Catch-up-TV zu vergeben. „Das war von einem Jahr noch nicht so. Da sind wir dran, zu schauen, ob wir das– zu für uns vertretbaren Konditionen – mit den Sendern aushandeln können.“

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