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Sky Deutschland bald unter dem Dach von BSkyB? Was Analysten sagen

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Rupert Murdoch könnte Sky Deutschland in einen neuen Mutterkonzern versetzen – in die britische Beteiligung BSkyB. Die Münchner würden dann in das europäische Bezahlsender-Konglomerat eingegliedert werden. Die Sky-Aktie haussierte daraufhin, um gestern wieder nachzugeben. Sind Skys Tage an der Börse gezählt?

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Zu Wochenbeginn überraschte die britische Bezahlsendergruppe BSkyB, an der Rupert Murdoch zu 40 Prozent beteiligt ist, mit der Ankündigung, einen Übernahmeversuch von Sky Deutschland anzustreben. Es liefen bereits Vorgespräche. Analysten reagieren höchst unterschiedlich auf die Perspektiven des deutschen PayTV-Anbieters, der gerade erst Profitabilität nachgewiesen hatte.

Ziel sei es, „eine Bezahlsender-Gruppe auf Weltniveau zu schaffen“. Die Initiative geht von Rupert Murdoch selbst aus, dem mit inzwischen 83 Jahren offenbar daran gelegen ist, sein Firmen-Imperium zu sotieren. Für eine Nachfolgeregelung hatte Murdoch jüngst bereits seinen Sohn Lachlan in Stellung gebracht. BSkyB erwägt nun, die Murdoch-Beteiligungen an Sky Deutschland (57 Prozent) und Sky Italien (100 Prozent) von dessen Mutterkonzern 21st Century Fox zu erwerben.

Bankhaus Lampe und Close Brothers Seydler skeptisch…

Sky-Aktionäre, die auf eine üppige Barabfindung hoffen, sollten sich indes nicht zu früh freuen. Weil Murdoch bereits über 30 Prozent der Sky-Aktien besitzt, muss 21st Century Fox bei seinem sogenannten Pflichtangebot lediglich den Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate bieten, der bei 6,80 Euro und damit doch deutlich unter dem Mehrjahreshoch von 8 Euro liegt.

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Bezeichnenderweise tendierte die seit Jahresbeginn deutlich zurückgefallene Sky-Aktie gestern auf praktisch exakt diesem Niveau und schloss gestern bei 6,75 Euro. Die Analystenzunft reagierte gespalten auf die möglichen Übernahmepläne. Das Bankhaus Lampe etwa hielt an der Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von nur 6 Euro fest, das auch die Close Brothers Seydler ausgeben hat.

… NordLB und Goldman Sachs optimistisch

Die NordLB ist dagegen gänzlich anderer Meinung und sieht ein um 50 Prozent höheres Kurspotenzial als die Branchenkollegen. Bei 9 Euro liege der faire Wert, teilte Analyst Holger Fechner gestern in einer Kurzstudie mit. Seine Einschätzung: Kaufen. Ein Übernahmeangebot könne den Kurs zusätzlich beflügeln.

Unterstützung findet  Fechner bei Vighnesh Padiachy, Analyst von Goldman Sachs, der ebenfalls an seiner Kaufempfehlung festhält. Allerdings hatte der Wall Street-Riese sein Kursziel erst vergangene Woche nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen auf 8,30 Euro zurückgenommen. Die Commerzbank sieht unterdessen ebenfalls noch Kurspotenzial mit einer Zielmarke von 7,60 Euro. Anleger sind angesichts so widersprüchlicher Einschätzung der Banken bei ihrer Meinungsfindung nicht gerade zu beneiden.

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