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Langer Arbeitsweg und geringes Gehalt sind die Arbeitslust-Killer

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Was lässt die Motivation von Angestellten am schnellsten in den Keller sinken? Eine US-Umfrage bringt es auf den Punkt: Wer schlecht bezahlt wird und extrem lange pendeln muss, der ist mit seinem Job meist unzufrieden.

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Everest College. 13 Prozent gaben an, dass ein kleiner Gehaltsscheck zu mehr Unzufriedenheit führt. Genauso viele Teilnehmer erklärten, dass ein langer Arbeitsweg den Jobfrust schürt. Dieser Anteil stieg von 9 Prozent im Jahr 2011.

Weitere Motivationsdämpfer sind übermäßig lange Arbeitszeiten, störende Kollegen, eine mangelnde Work-Life-Balance, fehlende Karrierechancen, keine Möglichkeiten zur Verbesserung, schwierige Vorgesetzte und die Angst davor, gefeuert zu werden.

Immerhin: Die generelle Unzufriedenheit ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – von 83 auf 80 Prozent. Klagen über ein zu niedriges Gehalt treten dabei vor allem bei Menschen mit durchschnittlichen Jahresgehältern von unter 50.000 Dollar und fehlender Hochschulbildung auf. Wer gut verdient und eine gute Ausbildung besitzt, der beklagt sich hingegen über eine zu hohe Arbeitsbelastung und eine mangelnde Work-Life-Balance.

Je älter der Arbeitnehmer, desto weniger klagen
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Ein weiterer interessanter Aspekt: Je älter ein Arbeitnehmer ist, desto weniger klagt er. In der Altersklasse über 65 Jahren erklärten die Befragten, dass keiner der genannten Aspekte zu Unzufriedenheit bei ihnen führt.

Die Umfrage liefert interessanten Input angesichts des niedrigen Durchschnittsgehalts von Zeitungsreportern in den USA, das bei 44.360 US-Dollar liegt. Das sind umgerechnet gerade einmal knapp über 31.000 Euro. Nur Kellner und Bauarbeiter würden noch weniger verdienen. Der Landesdurchschnitt liegt bei 46.370 US-Dollar.

In Deutschland sieht die Situation für freie Journalisten nicht besser aus: 2.180 Euro, so viel bringen selbstständige Schreiber laut einer DJV-Umfrage monatlich nach Hause. Zum Vergleich: Das ist rund die Hälfte weniger als das Gehalt ihrer festangestellten Kollegen. Laut der Umfrage ist das durchschnittliche Gehalt seit der letzten Befragung 2008 sogar um acht Prozent gesunken. Am wenigsten verdienen freie Zeitungsreporter. Sie kommen im Schnitt gerade einmal auf 1.395 Euro.

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