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Peinliche Marketing-Panne: P&G wirbt mit Hitler-Code 88 für „Ariel“

Peinliche Marketing-Panne: Die Ariel-Verpackungen rufen Hitler-Assoziationen hervor.
Peinliche Marketing-Panne: Die Ariel-Verpackungen rufen Hitler-Assoziationen hervor.

Das ging mal richtig nach hinten los: Der Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble bewirbt sein Waschmittel Ariel mit "neuer Konzentration" im Verpackungsdesign des deutschen National-Elf-Trikots. Die Aktionspackung reiche für 83 + 5, also für 88 Wäschen. Hinter der Zahl verbirgt sich ein Code für den Hitler-Gruß.

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Kaum zu glauben, dass dieser Fehler offenbar keinem einzigen Mitarbeiter des Konzerns aufgefallen ist. Passend zur anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft hat Procter & Gamble seinem Vollwaschmittel „Ariel“ mit „neuer Konzentration“ ein Packungsdesign im Look eines Deutschland-Trikots übergestreift. Auf dem Rücken prangt die Zahl 88 (weil mit der Aktionspackung statt 83 Waschgänge jetzt fünf mehr möglich sind). Über der Trikotnummer, die unter Neo-Nazis als geheimes Symbol für den Hitler-Gruß steht (der achte Buchstabe im Alphabet ist das „H“, also HH = „Heil Hitler“), steht der Markenname „Ariel“ als Spielername. Zudem taucht der dicke Patzer zu einem wirklich ungünstigen Zeitpunkt auf. Der heutige Tag, 9. Mai, ist der Jahrestag des Sieges der Alliierten über Nazi-Deutschland.

Ein Kunde entdeckte die Aktion und verbreitete ein Foto der Verpackungen bei Twitter. Das Bild, das bereits Mitte April im Web aufgetaucht ist, nimmt seit Donnerstag Fahrt auf und entwickelt sich zum Problem für den Konsumgüter-Konzern.

Die Kombination aus dem Deutschland-Trikot und dessen weißen Farbe in Verbindung mit den Begriffen „neue Konzentration“ und „Ariel“, das in diesem Zusammenhang die Assoziation „Arier“ hervorruft, wird im Netz heftig diskutiert. Der Tweet des Kunden wurde bisher 381 mal retweetet und von 190 Nutzern favorisiert.

Procter & Gamble reagiert mit einer Stellungnahme auf Twitter, in dem sich der Konzern vom rechten Gedankengut entfernt. Des Weiteren scheint das Unternehmen längst auch im Vertrieb reagiert zu haben. P&Gn versichert, dass die doppeldeutigen Verpackungen seit Montag nicht mehr ausgeliefert werden.

 

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