Anzeige

Schwächstes „Topmodel“-Finale bringt ProSieben den Sieg

Die Siegerin von „Germany’s Next Topmodel“ 2014 heißt Stefanie, 3 Mio. sahen das Finale
Die Siegerin von "Germany's Next Topmodel" 2014 heißt Stefanie, 3 Mio. sahen das Finale

Gemeinsam mit Gewinnerin Stefanie kann sich ProSieben heute aufs Siegertreppchen der jungen Zielgruppe stellen. "Germany's Next Topmodel" bestätigte aber auch mit dem Live-Finale den Abwärtstrend. Sehr viel härter traf's das ZDF, wo der informative Themenabend Europa nur auf geringes Interesse stieß.

Anzeige
Anzeige

Hier sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. Kaum Zuschauer für das „#tvDuell zur Europawahl“

Spitzenquoten hat das ZDF im Vorfeldsicher nicht erwartet, dass das Interesse am „#tvDuell zur Europawahl“ in Deutschland so gering ausfallen würde, hat sich aber wohl kaum jemand zu befürchten getraut. Lediglich 1,79 Mio. hatten am Abend den durchaus interessanten Austausch von Wahlkampfparölchen – einen Schlagabtasuch konnte man das nicht nennen – zwischen den Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker und Martin Schulz verfolgt. Mit 5,8% Marktanteil ging das ZDF völlig unter und landete hinter dem Ersten, RTL und Sat.1 – was kein Grund zur Kritik an dem informativen Fast-Themenabend sein soll. An dem folgten nach einem deutlich erholten „heute journal“ (3,36 Mio.) und einer thematisch ausscherenden „maybrit illner“ (2,66 Mio.) noch die Doku „Europa auf dem ‚rechten‘ Weg“ über „EU-Gegner auf Stimmenfang“ und das aus ZDFinfo ins Hauptprogramm geholte „ZDFlogin“ mit der Frage: „Hat Europa keine Freunde mehr?“ Auch hier hielt sich das Interesse mit 1,18 Mio. (9,3%) und 0,66 Mio. (8,1%) leider in Grenzen.

2. „Germany’s Next Topmodel“ verliert viele Final-Zuschauer

Sie haben unter Umständen davon gehört: Nur eine kann „Germany’s Next Topmodel“ werden. Und die eine heißt in diesem Jahr: Steffi. Vor 15.000 Zuschauern gewann die 17-jährige Schülerin am Donnerstagabend das Finale der ProSieben-Show in Köln und verhalf dem Sender mit 1,95 Mio. 14- bis 49-Jährigen und einem Marktanteil von 17,7% zum Tagessieg. Der kann allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass Heidis Mädchenparade im Vergleich zu den Vorjahren starke Zuschauereinbußen zu verkraften hat. Insgesamt sahen 3,1 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren zu (10,9%). Im vergangenen Jahr sah das mit 3,72 Mio. (und 2,59 Mio. jungen) noch deutlich anders aus. Selbst beim bislang schwächsten Jahresfinale 2012 waren 3,36 Mio. (2,21 Mio.) dabei. Als nach 23 Uhr die Entscheidung feststand und ProSieben das Aufräumen in der Halle getarnt als Sonderausgabe von „red!“ sendete, war’s vielen Zuschauern schon genug: 770.000 aus der jungen Zielgruppe blieben dran (12,3%).

3. „Zorn – Tod und Regen“ setzt sich aus dem Stand an die Spitze

Anzeige

Sieh mal einer an: Wenn sich das Erste was traut, rennen die Zuschauer nicht gleich in Scharen davon, sondern schalten neugierig ein. Zwar ist’s schon wieder eine neue Krimireihe, die da am Donnerstag mit Misel Maticevic ihre Premiere feierte, allerdings eine deutlich düstere als man das sonst von ARD-Wochenkrimis gewöhnt ist. Mit starken 5,45 Mio. Zuschauern sicherte sich „Zorn – Tod und Regen“ auch gleich den ersten Platz im Gesamtpublikum (17,6% Marktanteil). Mit 9,8% stand die in Halle spielende Rachestory, in der auch Moderatorin Katrin Bauerfeind eine Rolle hatte, bei den jüngeren Zuschauern ebenfalls gut da und erreichte einen hervorragenden 7. Platz in deren Tages-Charts. 1,13 Mio. sahen zu. Das erfolgreichste Programm der Privaten lief bei RTL, heißt „Alarm für Cobra 11“ und holte 3,21 Mio.

4. RTL-Autobahnpolizei auf Platz 2, „Knastarzt“ wieder schwächer

Bei den 14- bis 49-Jährigen müssen sich die Herren von der RTL-Autobahnpolizei freilich den ProSieben-Damen auf dem Laufsteg unterordnen: Platz 2 in den Tages-Charts mit 1,7 Mio. jungen Zuschauern und 15,4% Marktanteil. 11,9% erreichte RTL im Anschluss mit dem „Knastarzt“, der sich wohl auch nicht mehr als neuer Serienknaller entpuppen wird. In dieser Woche sahen 1,42 Mio. zu, insgesamt entschieden sich 2,5 Mio. für die Folge „Krieg“. Bei Sat.1 hat jemand, wie jeden Donnerstag, ab 18 Uhr die DVD mit den amerikanischen Serien eingelegt und dann Feierabend gemacht. Wenn mit so wenig Mühe am Abend dank „Criminal Minds“ 10,3 und 11,8% Marktanteil gegen eine durchaus harte Konkurrenz eingestrichen werden, hat sich das wohl auch gelohnt. Die schon von ProSieben Maxx gezeigte Spionage-Serie „The Americans“, der Sat.1 nochmal eine zweite Chance geben wollte, startete um 23.15 Uhr vor 0,93 Mio. Zuschauern ab 3 Jahren und mit weniger guten 8,0% in der jungen Zielgruppe.

5. Erfolgreiches „Kochprofis“-Jubiläum bei RTL II, Phoenix punktet mit ESC

Zur 250. Folge machten die 14- bis 49-jährigen RTL-II-Zuschauer den „Kochprofis“ ein schönes Geschenk: Nämlich 8,0% Marktanteil, an die der „Frauentausch“ danach mit 6,8% nicht mehr herankam. 0,88 Mio. (und 0,73 Mio.) hatten eingeschaltet. Harrison Ford als US-Präsident in „Air Force One“ sahen bei kabel eins 0,82 Mio. junge (7,4%), die unfassbar spannende Doku „Plane Crash“ musste sich mit 430.000 Zuschauern begnügen (ebenfalls 7,4%). Im Sinkflug befand sich Vox derweil mit 5,0% für „Superman Returns“. ZDFneo zeigte die erste der neuen Folgen seines Sexmagazins „Heiß & fettig!“ und lockte damit vor allem Ältere vor den Schirm, insgesamt 270.000 (1,2%). Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 0,7% (0,07 Mio.). Und 470.000 Zuschauer ab 3 Jahren sahen das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest auf Phoenix aus Kopenhagen (1,7%). Im jüngeren Publikum lag der Marktanteil bei Phoenix-untypischen 2,5%.

Die Top 20 der 14- bis 49-Jährigen und eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit finden Sie immer an dieser Stelle.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*